Beeindruckende Klänge

Ekaterina Leontjewa brillierte an der Euler Orgel.

Ekaterina Leontjewa und Maria Gwozdetskaja in Ildehausen

Der Einladung zum jüngsten Konzert in Ildehausen waren viele Gemeidemitglieder gefolgt. Wie in den vergangenen Jahren hatte der Kirchliche Förderverein Kirchberg–Ildehausen in Zusammenarbeit mit Herbert Hartung (MdL in Sachsen–Anhalt) wieder Ekaterina Leontjewa aus Halle/Saale und Maria Gwozdetskaja aus Hamburg für das Konzert gewinnen können.

Auf dem Programm standen neben eigenen Bearbeitungen und Kompositionen der Künstlerinnen vorallem Werke für Orgel beziehungsweise Violine von Johann Sebastian Bach.
Hier beeindruckte das tadellose Spiel der Organistin Ekaterina Leontjewa bei der Toccata und Fuge in d–moll; ebenso die gekonnte Wiedergabe der Geigerin Maria Gwozdetskaja von Präludium wie Gavotte en Rondeaux der Violinpartita in E–Dur. Meisterhaft die Interpretation und die auswendig gespielte Wiedergabe.
Eröffnet wurde das Konzert mit einer Fuge aus dem Magnificat des Michel Corette, einem virtuos gespielten Trio, dessen Figuren und Themen oft an das Gezwitscher der Vögel im Frühling erinnert. Dem Kuckuck wurde später in Werken von Camille Saint–Saens und dem legendären Kuckuckswalzer aus der DDR – Zeit ein besonderes Gewicht gegeben. Wie überhaupt der „Karneval der Tiere“ von Saint–Saens viele berührte und mitriss.
Tief in das Erleben der russischen Seele führten die Werke von Alexander Glasunow „Konzert a– Moll“ für Violine und Orgel und die Russische Rapsodie von Maria Leontjewa. Werke von Ludwig van Beethoven „Stück für Flötenuhr“ und das Konzert in D–Dur von Dmitri Bortnjanski führten in die Klassik.
Im Anschluss an das Konzert gab es bei einer Kaffeetafel im Gemeinderaum ausreichend Gelegenheit zum Gespräch mit den Künstlerinnen. Es bleibt zu wünschen, dass auch in kommenden Jahren solche Konzerte an der Euler – Orgel von 1864 – in Ildehausen möglich sein können.
Besonderer Dank gilt Manfred Struck, der den Besuchern wieder, mit Hilfe von Helmut Wegner, per Video einen Eindruck vom technischen Spiel und Können der Künstlerinnen vermittelte.