„Das Leben in Frieden und Freiheit schützen”

Ortsbürgermeister Ralf Kleinfeld und Stellvertreterin Andrea Uhe bei der Kranzniederlegung am Ehrenmal. (Foto: Sippel)

Gedenkstunde zum Volkstrauertag in Ildehausen / Kranzniederlegung am Ehrenmal

Die Vorläufer des Volkstrauertages sind nach dem Ersten Weltkrieg entstanden. In der jungen Bundesrepublik wurde er 1952 offiziell eingeführt. Fast in allen Orten der Republik fanden am Sonntag entsprechende Gedenkfeiern statt. So auch in Ildehausen. Am Feuerwehrgerätehaus setzten die Freiwillige Feuerwehr und die Jugendfeuerwehr im Beisein einiger Bürger, dem Ortsbürgermeister und zweier Ortsratsmitglieder, die Fahne auf Halbmast. Danach ging es zum Ehrenmal unterhalb der Kirche.
Von zwei Mitgliedern der Jugendfeuerwehr unterstützt, legten Ortsbürgermeister Ralf Kleinfeld und die stellvertretende Ortsbürgermeisterin Andrea Uhe einen Kranz nieder. Ralf Kleinfeld begrüßte die Anwesenden mit einem Zitat des französischen Philosophen Gabriel Marcel: „Weil die Toten schweigen, beginnt immer wieder alles von vorn.” „Damit die Toten nicht schweigen, damit wir ihre Stimme hören, haben wir den Volkstrauertag“, fuhr Kleinfeld fort. Im weiteren Verlauf seiner Rede erinnerte er an die Opfer des Nationalsozialismus und der 68 Millionen Opfer der beiden Weltkriege und an die Opfer, die durch Terrorismus ihr Leben verloren haben. Hier gedachte er der jüngsten Geschehnisse in Frankreich. Er erinnerte an den Balkankrieg und an die Bundeswehrsoldaten, die bei Auslandseinsätzen gefallen sind, weil sie im Einsatz den Frieden und die Freiheit anderer Menschen und Völker schützen wollten. „Wenn auch in Europa zurzeit Frieden herrscht, so gibt es in der Welt immer noch Kriege mit zahllosen Opfern zu beklagen“, so der Ortsbürgermeister.
Die Kriege in Afrika und Asien blieben ebenfalls nicht unerwähnt. Kleinfeld sprach auch die Folgen des Flüchtlingsstromes an. Seine Schlussworte waren: „Wir können die Toten nicht zurück ins Leben holen. Wir können aber versprechen, mit aller Kraft zu versuchen, das Leben in Frieden und Freiheit zu schützen. Deshalb möge der Volkstrauertag zum Volksfriedenstag werden.“ Die stellvertretende Ortsbürgermeisterin Andrea Uhe forderte auf, an die Opfer von Gewalt und Krieg zu denken sowie an die Verfolgten. „Unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung, unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der ganzen Welt.“