Die „Schulis“ feierlich „rausgeworfen“

Für die „Schulis“ des Selbsthilfe-Kindergartens Ildehausen beginnt nach den Sommerferien die Schulzeit.
 
Traditioneller „Rauswurf“.

Abschiedsstimmung im Selbsthilfe-Kindergarten Ildehausen: Sechs Jungen besuchen bald die Schule

Jedes Jahr kommt der Tag, an dem die ältesten Kindergartenkinder, genauer gesagt die „Schulis“, den Selbsthilfe-Kindergarten Ildehausen verlassen.
Und endlich: Der letzte Kindergartentag war jetzt gekommen. Am vergangenen Freitag wurden die letzten Sachen gepackt, die selbst gestalteten Schuli-T-Shirts angezogen und gemeinsam das letzte Mal das Lieblingslied vom „Murmelentenmausefüßler“ angestimmt.
Draußen auf der Straße hatten sich zur Mittagszeit viele Eltern, Großeltern, Geschwister, Nachbarn und Freunde eingefunden, um den traditionellen „Schuli“-Rauswurf mitzuerleben. Kurze Zeit später wurde der erste von sechs großen Jungen von den wartenden Kindern nach draußen gerufen und von den Erzieherinnen aus der Pforte „auf die Straße“ in die Arme eines Elternteils geschaukelt.

Für Abschiedstränen war aber keine Zeit, da die Schulis am Nachmittag wieder pünktlich zur Abschlussübernachtung im Kindergarten sein sollten.
Zunächst ging es auf einen spannenden Rundgang durch das Städtische Museum in Seesen. Die Kinder waren von den unterschiedlichen Ausstellungsräumen fasziniert und stellten viele Fragen. Ganz ruhig wurde es dann jedoch in den Steinway-Räumen. Vor allem die Möglichkeit, unterschiedliche Klavierstücke über Kopfhörer anzuhören und dabei in einem „Königssessel“ sitzen zu können, sorgte bei den „Schulis“ für großes Staunen. Nach fast zwei Stunden Stöbern im Museum, fiel es den Kindern schwer, sich zu verabschieden. Alle waren sich einig: Hier muss man mit Papa und Mama noch einmal hin.
Aber der Tag war damit noch nicht zu Ende. Nun folgte die große Schatzsuche mit kniffeligen Aufgaben durch die Stadt. Man suchte das Gebäude, in dem der Bürgermeister arbeitet, überlegte, wer der große Mann mit Hut vor dem Rathaus ist, zählte Bäume oder Bänke, nahm den Jacobson-Platz genauer unter die Lupe, machte eine Pause bei le-ckerem Eis, überprüfte die Namensgebung des Hotels „mit dem goldenen Löwen“, löste schwere Matheaufgaben, suchte das Amtsgericht, besuchte dabei zufällig einen „coolen, großen Mann“, der mit einer Schlange kämpft und entdeckte ganz geheime Wege, die direkt zum Spielgelände an der Minigolfanlage führten.
Ganz entspannt war dann das Picknick in der Abendsonne. Die unterwegs bestellte Pizza schmeckte allen so gut, dass nicht ein einziges Stück übrig blieb.
Einen echten Schatz hatten die Schulis jedoch nicht gefunden. So lautete der letzte Hinweis: Sucht in Ildehausen auf dem Gelände des Kindergartens. Und dort war er dann auch! Ein großer Sack voll mit tollen Geschenken.
Nach Spiel und Spaß endete der Abend erst spät und so krochen sechs müde, aber glückliche Jungs in ihre Betten im Kindergarten.
Eine lange Nacht wurde es nicht. Hatte man sich doch für 8 Uhr zum letzten Frühstück mit den Eltern und den Erzieherinnen im Kindergarten verabredet. Nach einer gemütlichen Runde schlug dann doch endgültig die Stunde des Abschieds. Ein letztes Mal drücken und der Sprung aus dem Feuerwehrfenster besiegelte das Ende der Zeit im Kindergarten Ildehausen.
Was bleibt sind die schönen Erinnerungen an die vielen gemeinsam verbrachten Tage, tollen Erlebnisse und ge­sammelten Erfahrungen. Die Erzieherinnen Carmen, Britta und Antje wünschten ihren Jungs auf jeden Fall alles Gute und eine tolle, spannende Schulzeit.