Ildehausen feiert sich und sein DGH

Der junge Lennart begeisterte mit gewaltiger Stimme. (Foto: Sippel)
 
Bis auf den letzten Platz besetzt und tolle Stimmung Dank „Church-Hills Blasenleiden“. (Foto: Sippel)

Am Sonnabend fand der Kommersabend zum 40-jährigen Bestehen statt

Nicht ganz vergessen sind die zahlreichen Treffen der Vereine und Organisationen mit dem Ortsrat, die Planungen der zwei Arbeitsgruppen, die vielen Absprachen ehe das Konzept stand für die Feier zum 40-jährigen Bestehen des Dorfgemeinschaftshauses in Ildehausen stand.

Doch letztlich lohnte sich der große Aufwand.
Seit Donnerstag war reges Treiben im und am Dorfgemeinschaftshaus in Ildehausen. Fleißige Helfer (ein paar Helfer mehr wäre besser gewesen!) richteten alles für die zwei großen Tage her. Sie hängten Flaggen auf, schmückten die Halle, sorgten für funktionierende Elektrik und vieles mehr, ehe es am Sonnabend mit der Kinderdisco losging. Ortsbürgermeister Michael Conzen begrüßte die Kinder und Eltern und wünschte viel Spaß. Natürlich standen Salzstangen und Getränke kostenlos zur Verfügung. Nach etwas mühsamen Anlauf kamen dann die Jüngsten in Schwung, tanzten, zogen mit einer Polonaise durch das DGH und hatten viel Spaß.
Anschließend wurde Petra Müller und ihr Team vom Bergstübchen aktiv, um die anstehende Bewirtung zu gewährleisten. Gute und verlässliche Unterstützung fand sie durch die Harriehäuser Renngemeinschaft „Sea Sharks“, die ein fester Bestandteil im Ildehäuser Dorfleben sind. Schon vor Beginn des Kommersabend anschaulich auf fahrbaren „Wänden“ präsentierten Dieter Kruse und Manfred Struck vom hiesigen Heimatverein den Werdegang des Dorfgemeinschaftshauses. Baupläne, Fotos, Schriftverkehr und viele Geselligkeiten waren hier festgehalten und fanden ein reges Interesse. Ortsbürgermeister Michael Conzen begrüßte die zahlreichen Gäste, hier besonders die Landtagsabgeordnete Petra-Emmerich Kopatsch, den Stellvertretenden Landrat des Landkreises Goslar Horst Brennecke, den Stellvertretenden Bürgermeister von Seesen Norbert Stephan, die jetzigen und ehemaligen Orts- und Gemeindevertreter von Ildehausen, den Vertreter der Gruppen und örtlichen Vereinen und die Funktionsträger der Stadt Seesen.
Er dankte den vielen Helfern, den Gruppen und Vereinen die diese Feier zum 40-Jährigen ermöglichten. Danach sprach Petra-Emmerich Kopatsch (MdL) und verwies auf ihre zahlreichen Besuche hier im DGH: „Es ist wichtig, wenn ein Ortsrat seine Interessen im Rat vertritt und durchsetzt. Weiter so und viel Spaß für die zwei Tage“. Sie überreichte Michael Conzen zwei Flaschen Likör aus Wöltingerode; eine für die Damen und eine für die Herren. Der stellvertretende Landrat Horst Brennecke dankte für die Einladung. Er begrüßte das große Interesse der Ildehäuser an dem Dorfgemeinschaftshaus und verwies auf andere Orte, wo Einrichtungen dieser Art geschlossen wurden. Er verabschiedete sich mit dem Harzer Bergmanns Grüß „Glück auf“.
Bürgermeister Erik Homann entschuldigte sich wegen einer privaten Feier. Michael Conzen las die Grußworte vor in denen Homann auf den hohen Stellenwert des Dorfgemeinschaftshauses verwies und der als Ort für Treffpunkte eine besondere Bedeutung habe. Der hohe Zuspruch fördere den Zusammenhalt und allen Anwesenden wünschte er frohe Stunden.
Dieter Hähnel der Vertreter der örtlichen Vereine fand: „Wir können stolz auf uns alle sein sollten auch weiterhin alle an einem Strang ziehen um das DGH zu erhalten.“ Ihm folgte Norbert Stephan, der die Entwicklung und Entstehung des Dorfgemeinschaftshauses ausführlich schilderte. Parallel dazu präsentierte Manfred Struck per Beamer Fotos und Dokumente auf der Leinwand. Die Suche nach dem richtigen Standort und die politischen Hürden waren Probleme, die geregelt wurden. Dies gelang auch Dank der guten Zusammenarbeit mit der Stadt Seesen. Finanziell stand die Gemeinde gut da, denn da waren die Steuereinnahmen von der Raststätte.
Nach zehnjähriger Planung ging es los (der „Beobachter“ berichtete bereits). So konnte der gemischte Chor im Juli 1973 sein 110-jähriges Bestehen im Rohbau des Dorfgemeinschaftshauses feiern. Auch die Einweihung zeigte die Wichtigkeit eines solchen Gebäudes, denn der Niedersächsische Ministerpräsident Alfred Kubel war angereist. Auch die Finanzierung der Baukosten in Höhe von 490.000 DM offerierte Stephan den Zuhörern im Detail. Er ging auf die mehrfachen Erweiterungen ein und dankte hier besonders den fleißigen Helfern und hob stellvertretend Rudi Kleinfeld, Alwin Heise, Siegfried Raasch und Otto Uhde hervor. Auch den Ildehäuser Firmen Braunschweig und Borchert dankte er. An die zahlreichen prominenten Besucher im DGH erinnerte er und nannte sie zum Teil namentlich. Ein Abriss der vielen Veranstaltungen ließ die Ildehäuser in Erinnerungen schwelgen. Mit einem kräftigen Applaus wurde Stephan für die Ausführungen gedankt und dem Heimatverein für die begleitende Präsentation.
Nach einer Pause kam „Church-Hils Blasenleiden“ aus Kirchberg auf die Bühne. Mit einem selbst entworfenem Lied extra für Ildehausen begannen sie ihren Auftritt. Schnell war der bis auf den letzten Platz gefüllte Saal ein Hexenkessel der guten Laune. Die Vielseitigkeit der Kirchberger Band mit Bernd Böhm, Gösta Grabau, Hartwig Henze, Rainer Junge, dem Kirchberger Bürgermeister Roland Meyer, Petra und Ralph Wagner, Gabor und Rudi Wuttke sprach für sich. Wladimir Putin (Nils Müller) sang und schenkte nach einem Dialog Ortsbürgermeister Michael Conzen Pelze. Nicht zu vergessen Thomas Wollenweber, er sorgte als Tontechniker für den richtigen Ton – über die Lautstärke lässt sich streiten.
Die Einlagen, der Gesang unter anderem von Gabor Wuttke, das Geigenspiel von Roland Meyer sowie die gesamte Darbietung, bei der auch der junge Lennart mit einer gewaltigen Stimme als Nachwuchssänger brillierte, werden den Ildehäusern und den vielen Gästen in Erinnerung bleiben.