Iserhatsche - ein Paradies auf Erden

Sehenswert: der Barockgarten. (Foto: bo)

Harzklub - Zweigverein Ildehausen lädt zum Besuch des heidekastellt in Bispingen ein

Ildehausen (bo). Der Harzklub-Zweigverein Ildehausen e.V. lädt alle Mitglieder und natürlich auch alle interessierten Nichtmitglieder am 27. August zu einem Besuch der Iserhatsche (Heidekastell) in die Bispinger Heide ein.
Das Heidekastell Iserhatsche von Uwe Schulz-Ebschbach ist ein außergewöhnliches Gesamtkunstwerk, das alljährlich Tausende von Besuchern anzieht. Den Kern bilden die Jagdvilla, der Montag­netto, der Barockgarten sowie der Landschaftspark. Bereichert wird dieses Ensemble durch den Preußenpavillon, eine Glasbläserei sowie das Heide-Wald-Haus-Café. Das Eingangsdielen-Treppenhaus der Jagdvilla beeindruckt insbesondere durch den D-Mark-Teppich, hergestellt aus Münzen von 1948 bis 2001. Der wohl schönste Raum ist das Diana-Sanssouci-Zimmer mit seiner Handwerkskunst und Glaskunst aus Murano. Weitere Highlights sind das Biedermeier-Jagdzimmer mit Handdrucktapeten, der Vierjahreszeiten-Eichensaal mit Mobiliar aus der Gründerzeit sowie der Spiegelsaal, einst die Bibliothek, in dem auch geheiratet werden kann. Der Montagnetto fasziniert als ökologischer Multifunktionsbau, als Großwasserfall, der in ein terrassiertes Seensystem eingebunden ist.
Von außen sieht man eine Burgfassade, ein Teil des integrierten Fachwerkhauses sowie Wandmalereien. Im Innern befinden sich zahlreiche Räumlichkeiten, etwa die Hochzeitsschmiede, die Brotbackofengrotte, der ArchneRie oder der Sala del Monte. In diesem häufig für Festlichkeiten genutzten prachtvollen Saal werden 2000 Jahre Menschheitsgeschichte lebendig. Der rekonstruierte und rekultivierte Barockgarten gilt als der größte und schönste Philosophische Barocke Eisenpark Europas. Im Mittelpunkt steht der Ebereschen-Eisen-Glocken-Baum, zudem laden mehr als 500 philosophische Sprüche zu einem (geistigen) Spaziergang ein. Im 23 Hektar großen Landschaftspark von Iserhatsche vereinen sich Baukunst und Naturschönheiten. Das terrassierte Seensystem ist hierzulande einzigartig. Einmalig sind auch die Werke des Glaskünstlers, dem man in der Glasbläserei bei der Arbeit über die Schultern schauen kann.
Die Abfahrt findet in Ildehausen um 12 Uhr vom Grundstück „Am Twenger“ 14 statt – nach Bedarf werden weitere Haltestellen auch in anderen Ortschaften festgelegt. Unterwegs wird es eine Pause mit Kaffee, Kuchen und Bockwurst mit Brötchen geben.
Nach Ankunft in der Iserhatsche findet eine eineinhalbstündige fachkundige Führung statt, anschließend kann der Landschaftspark auf eigene Faust erkundet werden. Zum Abschluss ist ein gemeinsames Abendessen in der Backofengrotte vorgesehen – hier werden selbstgebackenes Heidebrot, eine Wurst- und Käseplatte sowie frisches Schmalz kredenzt.
Rückfahrt: 21 Uhr, Ankunft in Ildehausen gegen 23.30 Uhr. – Die Kosten belaufen sich für Vereinsmitglieder auf 40 Euro, Nichtmitglieder zahlen 50 Euro. Darin sind Busfahrt, Eintritt, Führung und Abendessen sowie ein Freigetränk nach Wahl enthalten.