Lebendiger China-Vortrag von Dieter Neuse

Großes Interesse beim Publikum. Der kurzweilige Vortrag kam gut an. (Foto: Sippel)
 
Referent Dieter Neuse. (Foto: Sippel)

Vielfältige Informationen einer China-Reise kurzweilig vermittelt

Der Heimatverein Ildehausen hatte jüngst zu einem Vortrag eingeladen, dem viele Zuhörer nachkamen. Dieter Neuse aus Seesen berichtete von einer China-Reise mit seiner Tochter. In seiner Einleitung erläuterte er unter anderem die wirtschaftliche Situation in China. Früher wurde der Westen kopiert heute will man ihn überholen und China ist auf dem besten Weg dahin. Schon die ersten Bilder von Dieter Neuse zeigen den riesigen Flughafen mit der größten überdachten Halle der Welt mit 1,3 Millionen Quadratmeter Fläche. Transportbänder von einer Gesamtlänge von 68 Kilometern zeugen von dem Gigantismus.
Die Bevölkerungsdichte ist bekannt und die Fotos zeigen oft Menschenmassen, wie sie bei uns kaum vorstellbar sind. Der Gang durch die verbotene Stadt mit einer kaum vorstellbaren Farbenvielfalt mit dem Himmelstempel aus dem 16. Jahrhundert, die besondere Anordnung der Treppen, wo die mittlere nur dem Kaiser vorbehalten war. Ein Gang über den „Platz des Himmlischen Friedens“ vorbei an Nationalmuseum, -bibliothek und Parlament mit der riesigen Halle von 170.000 Quadratmeter Fläche ohne eine Stütze im Raum ist eine architektonische Meisterleistung. Mao hat immer noch ein hohes Ansehen in China und so ist auch das Mao-Mausoleum an diesem Platz und es wird rege besucht. Ein Gang durch die Stadt, über den Markt, durch die Straßen vermittelten Eindrücke des unterschiedlichen Lebens in China. Ein besonderes Augenmerk widmete der ehemalige Versorgungsfachmann Dieter Neuse der „abenteuerlichen“ Stromversorgung.
Aber ebenso die Ausnutzung der Transportvielfalt entlockte den Zuschauern ein Lächeln und Staunen. Auch die Chinesische Mauer besuchte Dieter Neuse mit seiner Tochter. Dies gigantische Bauwerk mit einer Gesamtlänge von 8850 Kilometer war ein Bollwerk gegen Feinde, wie die Mongolen. Eine Bewältigung waren auch einzelne Abschnitte wie Unterkünfte und andere militärische Räume auf und in der Mauer, denn die einzelnen Stufen hatten teilweise eine Höhe von 50 Zentimetern. Von Peking ging es dann in einer 14-stündigen Fahrt mit der Bahn nach Xian – zur Terrakotta-Armee des Kaisers Qín Shihuángdì (ca. 210 v. Chr.). Durch Zufall 1974 entdeckt, ist sie mit die bedeutendste archäologische Entdeckung des 20. Jahrhunderts. Auf einer Fläche von 2000 mal 900 Meter sind über 7000 Terrakotta-Krieger mit Waffen und auch Pferdegespannen zu sehen. Fast zum Schluss wurde der größte Fluss Chinas mit seiner gigantischen Staumauer von 185 Meter Höhe und einer Kronenlänge von 2400 Meter Länge besichtigt.
26 Turbinen erzeugen fast 25 Prozent der chinesischen Stromversorgung. Abschluss der Reise war Shanghai. Achttausend Wolkenkratzer mit fast zirka 20.000 Fahrstühlen aus Deutschland ausgestattet tragen zu der atemberaubenden Silhouette von Shanghai bei. Es war wieder einmal ein informativer, lebendiger Vortrag von Dieter Neuse. Er vermittelte Vergangenheit und Gegenwart, das tägliche Leben mit vielen Facetten. Dieter Kruse 1. Vorsitzender des Heimatvereins bedankte sich mit einem Präsent bei Dieter Neuse und das begeisterte Publikum mit reichlich Applaus.