Palliativmedizin – was gehört dazu?

Norbert Stephan bedankte sich mit einem Präsent bei (von links) Dr. Gertrude Wachter und Susanne Kleine für den informativen Vortrag über Palliativmedizin.

Interessanter Vortrag auf der Jahreshauptversammlung des Ildehäuser Sozialverbandes

Zur Jahreshauptversammlung des Sozialverbandes Ildehausen begrüßte der 1. Vorsitzende Norbert Stephan die Mitglieder sowie Ralf Kleinfeld, der zurzeit die Aufgaben des Ortsbürgermeisters übernommen hat. Stephan hieß auch Dr. Gertrude Wachter und Susanne Kleine vom Palliativstützpunkt St. Vitus in Seesen willkommen.
Beide informierten die Anwesenden über die Arbeit des Palliativstützpunktes. In ihrem Vortrag zeigte Dr. Wachter den Werdegang der Palliativmedizin auf.

Seit Beginn des Christentums, zirka 200 Jahre nach Christus kam es zur Einrichtung erster Hospize im römischen Reich um Kranken, Sterbenden und Bedürftigen eine Unterkunft zu bieten. Schleppend ging die Entwicklung weiter. Bis 1842 in Lyon Madame Jeanne Garnier ein Hospiz gründete, das sich ausschließlich der Pflege Sterbender widmete.
Die moderne Palliativmedizin und Hospizbewegung entstand nach 1960 in England. 1986 eröffnete das erste stationäre Hospiz in Aachen. In der Palliativmedizin sind besonders häufig Patienten mit Tumorerkrankungen, mit schweren nicht mehr korrigierbaren Herz-, Lungen-, Leber-und Nierenerkrankungen sowie Neurologischen Erkrankungen und Defiziten sowie auch Patienten mit genetischen Defekten. Die häufigsten Symptome sind Schmerzen, Mundtrockenheit, Schwäche, Luftnot, Schlaflosigkeit und andere.
Mit Schaubildern über Beamer verdeutlichte Dr. Gertrude Wachter die WHO-Einstufungen der Schmerztherapie und die Behandlungsmöglichkeiten. Es steht bei der palliativen Betreuung nicht die Lebensverlängerung um jeden Fall, sondern die Lebensqualität, das Befinden und die Wünsche des Patienten im Vordergrund.
Anschließend erläuterte Susanne Kleine die Organisation und die Arbeit in Seesen und Umgebung. Sie zeigte die Wege bis zur Gründung und die Weiterentwicklung, die Aufgaben bis hin zur ambulanten Palliativpflege des hiesigen Stützpunktes. Ein wichtiges Ziel ist die Lebensqualität der Patienten und deren Angehörigen durch Begleitung und Beratung zu erhalten und zu verbessern,
Dies war ein sehr umfassender Vortrag über die spezialisierte ambulante Palliativversorgung und hat den Anwesenden die Vielfältigkeit der Aufgaben verdeutlicht.
Der 1. Vorsitzende Norbert Stephan dankte nicht nur mit Worten, sondern auch mit Präsenten für diese umfassenden Informationen. Danach erhoben sich die Anwesenden zu Ehren der verstorbenen Mitglieder.
Der 1. Vorsitzende berichtete im Anschluss von den Aktivitäten im letzten Jahr. So war der Vorstand beim Neujahrsempfang der Stadt Seesen zugegen, ebenso beim 10-jährigen Jubiläum des hiesigen Harzklub-Zweigvereins. Aktiv waren die Mitglieder auch beim 40-jährigen Jubiläum des Ildehäuser Dorfgemeinschaftshauses.
Zahlreiche private Jubiläen besuchte der Vorstand. Außerdem hat der Verein zwei neue Mitglieder. Kassiererin Ella Hesse berichtete von einer zufriedenstellenden Kassenlage. Die Kassenprüfer Regina und Günter Helmich berichteten von einer einwandfreien Kassenführung und eine einstimmige Entlastung des Vorstandes folgte.
Anschließend wurde Helga Stephan für 10-jährige Mitgliedschaft geehrt. Ralf Kleinfeld überbrachte die Grüße des Ortsrates und dankte dem Verein für die Aktivitäten.