Polizei bestätigt: Es war Brandstiftung

Ausländerfeindliche Parolen und ein Hakenkreuz schmierten der oder die Täter an die Hausfassade. Der Hintergrund ist völlig unklar.

Feuer im Dachgeschoss eines leerstehenden Wohnhauses in Ildehausen / Nazi-Parolen an die Fassade geschmiert

Sirenen rissen die Ildehäuser Einwohner am frühen Sonntagmorgen aus ihrer Osterruhe.

In der Langen Reihe 9 im Ort hatte sich Feuer und Rauch im Dachgeschoss eines leerstehenden Wohnhauses ausgebreitet. Die Feuerwehren des Löschzuges Süd – Ildehausen, Münchehof, Herrhausen und Kirchberg – wurden alarmiert. Auch die Feuerwehr der Kernstadt Seesen war zusätzlich im Einsatz.

Nach dem Löschen der Flammen wurden zusätzlich neben dem Hauseingang Nazi-Schmierereien entdeckt. Der oder die Unbekannten hatten an die Fassade „Keine Asylanten” geschrieben. Daneben prangt ein schwarzes Hakenkreuz, das Symbol der grausamen NSDAP-Diktatur. Wer die Schmierereien begangenen hat und aus welchem Grund der Brand im Dachgeschoss gelegt wurde, ist noch vollkommen offen. Die Kriminalpolizei hat den Tatort beschlagnahmt und die Haustür versiegelt. Sie schätzten den Schaden auf 15.000 Euro.

Außerdem haben die ersten Ermittlungen bereits begonnen. Und eines ist sicher: Es war zu 100 Prozent ein Brandanschlag. Das wurde durch das Auffinden von kleinen Paraffin-Würfeln, die vorzugsweise als Grillanzünder verwendet werden, bestätigt. Der Hintergrund der mysteriösen und offenbar rechtsradikalen Tat ist völlig offen, denn weder wohnen im Haus Asylbewerber, noch war geplant, dass hier etwaige einziehen sollten.

Den ausführlicheren Bericht dazu lesen Sie in der gedruckten Ausgabe vom 29. März.