„Raiffeisen“ soll künstlerisch gestaltet werden

Viel Begeisterung löst das künstlerische Wirken der Graffiti-Künstler im Ildehäuser Ortsrat aus. (Foto: Sippel)

Trierer Graffiti-Künstler sollen das triste Areal verschönern/ Ortsrat Ildehausen hofft auf Sponsoren

Eine wechselhafte Geschichte hat die ehemalige „Raiffeisen“ in Ildehausen nun schon innerhalb von vier Jahrzehnten geboten.

Zunächst ganz im Dienste der Landwirtschaft, wurde das Areal später von Agravis vermietet und einige Unternehmer versuchten hier ihre Grundsteine zu legen. Jetzt ist das Areal in den Händen eines neuen Besitzers, der aber nicht den Bedarf einer Erneuerung des äußeren Erscheinungsbildes sieht. Mit dem Äußeren soll alles beim Alten bleiben, was viele Ildehäuser Bürger kritisieren. Auch der Ortsrat sowie Ortsbürgermeister Ralf Kleinfeld sind dagegen. Ihnen behagt diese sterile, graue und rostige Fassade nicht.
Still und heimlich wurde somit ein Wettbewerb ausgeschrieben. Dort soll jungen Künstlern der Graffiti-Szene eine Chance der Entfaltung geboten werden. Innerhalb von vier Wochen gingen viele Veränderungsvorschläge ein. Den Zuschlag bekamen die jungen Künstler aus Trier, die am Trierer Theater und auch an verschiedenen anderen Punkten eindrucksvoll ihr Können unter Beweis stellten. Sven Gutsmann und David Schmitz sind in der Szene unter dem Künstlernamen „True“, „Jeremy“ und „Mage“ bekannt. Sie haben sich zu einer Arbeit ohne Gage bereit erklärt und wollen jetzt die Wand eindrucksvoll gestalten. Der neue Besitzer ist auch von der Idee begeistert. Somit könnte die Arbeit schnellstmöglich begonnen werden.
Nach ersten Schätzungen werden die Kosten für die Qualitätsfarben den vierstelligen Bereich erreichen. Der Etat des Ortsrates gibt eine solche Summe jedoch nicht her und die Stadt hält das Projekt für nicht vertretbar. So wird die Hoffnung auf private Unterstützer gesetzt. Diese sollen sich bei Ortsbürgermeister Ralf Kleinfeld unter Telefon (05381) 6671 oder bei Norbert Stephan unter Telefon (05381) 8733 melden.