Vor der Flut Magdeburg angesteuert

Die Tagesfahrt für Senioren aus Ildehausen führte in diesem Jahr nach Magdeburg. Dass die Stadt später vom Hochwasser betroffen sein würde, konnte niemand ahnen.

Ildehäuser Senioren unternahmen Tagesausflug in die sachsen-anhaltinische Hauptstadt

Die diesjährige Tagesfahrt für Senioren des Ortsrates Ildehausen führte in die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts Magdeburg. Magdeburg mit seinen 23.2000 Einwohner ist mit 1200 Jahren eine der ältesten Städte in den östlichen Bundesländern. Kaum eine andere im mitteleuropäischen Raum hat eine vergleichbar bewegte Vergangenheit wie sie. Einst Kaiserresidenz (daher auch Ottostadt genannt), Hansestadt und preußische Festung wurde Magdeburg immer wieder von Krieg und Zerstörung heimgesucht, doch auch stets wieder aufgebaut. Noch bevor die große Oder-Flut die Stadt erreichte, hatten sich die Ildehäuser aufgemacht nach Magdeburg. Dass große Teile der Stadt später zum Opfer der Fluten wurden, konnte da noch niemand ahnen.
Pünktlich fuhr der Bus ab, um über die Autobahn das Ziel, dem Marktplatz im Zentrum von Magdeburg, zu erreichen. Leider hatte der Wettergott kein Einsehen und es regnete unaufhörlich. So begaben sich die Teilnehmer gleich in den Ratskeller zur Mittagspause, um sich hier ein ausgezeichnetes Buffet munden zu lassen.

Längste Kanalbrücke
der Welt bestaunt

Nach dieser Pause ging die Fahrt weiter zum Wasserstraßenkreuz Magdeburg, wo die Besucher ein gigantisches Verkehrsprojekt erwartete. Hier führt die längste Kanalbrücke der Welt mit 918 Meter Länge den Mittellandkanal über die Elbe. Bei Kaffee und Kuchen wurde mit einem Ausflugsschiff dieses Jahrhundertbauwerk befahren und die Gäste erfuhren warum diese Brücke gebaut wurde. Vorteil ist nämlich, das der Schifffahrt einen zwölf Kilometer langen Umweg mit zwei Schleusen über die Elbe erspart bleibt und man keine unterschiedlichen Wassertiefen mehr überwinden muss. Somit bringt das Wasserstraßenkreuz den Binnenschiffern erhebliche Zeit und Kostenvorteile.
Die Überquerung der Elbe endet in einer gewaltigen Doppelsparschleuse Hohenwarte. Hier wird der Höhenunterschied zwischen Mittellandkanal und Elbe-Havel-Kanal mit einer Hubhöhe von rund 18 bis19 Meter ausgeglichen.
Nach dieser beeindruckenden Dampferfahrt ging es via Autobahn für die Senioren Richtung Heimat, wo man pünktlich und ohne Regen ankam. Trotz des schlechten Wetters gingen alle Teilnehmer gut gelaunt nach Hause.