Duell zwischen SG und FC sorgt stets für Unterhaltungswert

Nach der 2:3-Niederlage in Kirchberg war Rhüdens Trainer Michael Menge bedient.

Nordharzliga 1: Dank einer klaren Leistungssteigerung fährt die Ildehausen-Kirchberg einen verdienten Sieg über Rhüden ein

Kommt es zum Derby zwischen der SG Ildehausen-Kirchberg und FC Rot-Weiß Rhüden darf man immer einige Tore erwarten. So war es in der letzten Spielserie als jede Mannschaft ihr Auswärtsspiel gewann, so war es bei der Stadtmeisterschaft als die SG in einem denkwürdigen Spiel letztlich mit 7:5 gewann, in zweimal 35 Minuten.
Im Punktspiel in der Nordharzliga am Sonntag in Kirchberg waren es auch immerhin wieder fünf Treffer und es hätten weit mehr sein müssen. Wichtig aber war für die Gastgeber, dass die SG letztlich mit 3:2 (1:2) die ersten Punkte einfahren konnte. Dabei sah es nach 17. Minuten allerdings gar nicht aus. War die Partie bis dahin zerfahren, nervös, ausgeglichen, landete der Gegner mit zwei Sonntagsschüssen gleich zwei Treffer.
In der 11. Minute war es Jan Langowicz, dessen von fast 40 Meter Entfernung getretener Ball sich als Bogenlampe ins lange Eck senkte. In der 17. Minute eine ähnliche Situa­tion, nur von der anderen Seite. Marc Bothe wollte offenbar flanken, doch der Ball senkte sich erneut ins lange Toreck der SG.
Die Platzherren hatten den Schock des Rückstandes schnell verdaut, konnten nicht nur die Partie ausgeglichener gestalten, sondern erspielten sich nunmehr auch eine Reihe von Chancen. Die Gäste verlagerten sich, mit dem guten Führungspolster im Rücken, einer bislang guten Abwehrarbeit, ganz aufs Kontern. Oftmals waren sie dabei auch durchaus gefährlich, doch langsam aber sicher stellte sich die Abwehr der Platzherren immer besser auf die Angriffe des FC ein und startete selbst die Offensive.
Doch mussten die mehr als 100 Zuschauer bis zur 40. Minute auf den nächsten Treffer warten. Bei diesem Tor sah die gesamte FC-Abwehr nebst Torwart Warnecke, der einige klasse Paraden zeigen musste, nicht gut aus. Hatte man vorher schon einige Male recht fahrlässig gehandelt, so fiel jetzt der Anschlusstreffer. Dirk Katterbach kam völlig frei über rechts zum flanken. Keeper Jochen Warnecke klatsche den flach geschossenen Ball nur ab, Jihad Badawi war zur Stelle, nur noch 1:2. Und bereits zwei Minuten später musste eigentlich der Ausgleich fallen. Jihad Badawi traf nach herrlicher Vorarbeit aber nur den Pfosten, Dennis Küffner traf im Nachschuss, allerdings schon in Rückenlage, das leere Tor nicht.
Im zweiten Spielabschnitt schlichen sich deutlich erkennbare spielerische Defizite beim FCRhüden ein. Die Platzherren hingegen wurden immer stärker. Nur bei den gelegentlichen Kontern musste die SGhöllisch aufpassen, weiß man doch von seinen eigenen Schwächen. Die SG hatte zur zweiten Halbzeit voll auf Angriff geschaltet und mit Ali Badawi einen weiteren Stürmer gebracht, was sich letztlich auch auszahlen sollte.
Die Zuschauer bekamen sicher kein hochklassiges Spiel zu sehen, aber ein doch recht dramatisches und auch hektisches. So hatte der gute Schiedsrichter schon sein Tun im Zücken von Gelben Karten. Doch Tore wollten vorerst nicht fallen. Dabei hatten beide Mannschaften, mit Vorteilen allerdings für die Platzherren, einige gute Chancen, scheiterten aber an ihrer Schussschwäche.
Dann kam die 64. Minute. Nach einem Eckball, der Ball wurde einige Male im Strafraum des FC hin- und hergeköpft, traf Ali Badawi zum viel umjubelten 2:2-Unentschieden.
Und es sollte für die SG noch besser kommen. Die Gäs­te bauten mehr und mehr ab, und hatten lediglich Sekunden vor dem Schlusspfiff noch eine gute Möglichkeit, die Platzherren dominierten in der letzten Viertelstunde klar das Geschehen. Und sie wurden belohnt. Einer der wenigen Konter der Platzherren, hier war die FC-Abwehr viel zu weit aufgerückt, nutzte wiederum Ali Badawi in der 83. Minute zum 3:2-Siegtreffer für die SG Ildehausen-Kirchberg.

SGIldehausen-Kirchberg: Christopher Anschütz, Dirk Katterbach, Florian Berger, Jihad Badawi, Andreas Iwanenko, Nino d’ Onofrio, Henrik Just, Marcel Falk, Dennis Küffner, Andre Krzyminski und Roland Meyer. Eingewechselt: Ali Badawi, Felix Kappei und Moritz Lüders.

FCRot-Weiß Rhüden: Jochen Warnecke, Yven Rhode, Marc Grönke, Jan Langowicz, Jan Jordan, Julian Westermann, Philipp Pfefferle, Konstantin Schwarz, Alexander Wiebold, Marc Bothe, Lars Nitsche. Eingewechselt: Marvin Oppermann, Rene Grubner und Stefan Hauswald.