Für das SG-Team gab es diesmal nicht viel zu holen

Die SG Ildehausen/Kirchberg schied beim Petershütter Budenzauber in der Vorrunde aus.

Hallenfußballturnier des TuSpo Petershütte: Ildehausen/Kirchberg in Vorrunde ausgeschieden

Mit nur einer Niederlage bei vier Siegen eroberte sich der SV Förste das Ticket für die Finalrunde des Hallenspektakels des TuSpo Petershütte. Der SSV Neuhof, der Förste klar mit 2:0 bezwang, hatte seine Chance auf den Turniersieg in seiner ersten Partie verspielt. Denn dort hatte es eine glatte 1:3-Schlappe gegen den FC Zellerfeld gegeben. Da spielte das 2:2 in der letzten Partie des Tages gegen den TuSpo II auch keine Rolle mehr, das Torverhältnis der Förster war besser, Neuhof hätte da schon einen Kantersieg gegen die Reserve des Gastgebers hinlegen müssen.
Doch solche Ergebnisse gab es an diesem Abend überhaupt nicht. Denn eigentlich waren die Partien zumeist sehr eng. Auch wenn der FC Eisdorf ohne Punktgewinn das Tabellenende zierte, spielerisch brauchten sie sich nicht zu verstecken. Bestes Beispiel war die Partie gegen den VfL Herzberg, den Eisdorf an die Wand spielte. Doch glasklare Chancen wurden im Dutzend teils kläglich versemmelt oder die Schwarz-Roten standen sich gegenseitig im Weg. Und so kam es wie zu erwarten: der VfL kam einmal aussichtsreich vor das Eisdorfer Tor und markierte den 1:0-Siegtreffer.
Ebenfalls an seiner Chancenverwertung arbeiten was Hallenturniere angeht, sollte der FC Zellerfeld. Denn statt den TuSpo Petershütte II zu bezwingen, mussten sich die Oberharzer mit einem 1:2 geschlagen geben. Allerdings hatten sie auch einiges an Pech, allein zweimal rettete das Aluminium den TuSpo, dass er nicht weiter als 0:1 in Rückstand geriet. Sogar frei vor dem Torwart brachte der FC den Ball nicht im TuSpo-Kasten unter. Stattdessen gelang es den Hausherren in den letzten drei Minute der Partie aus dem 0:1 noch einen 2:1-Erfolg zu zaubern.
Damit hatten die Zellerfelder die Chance, um den Gruppensieg mitzuspielen, vertan, das 1:1 gegen Herzberg etwas später war dann auch zu verschmerzen.
Negativer Höhepunkt des Abends war eine Rote Karte gegen einen Förster Spieler. „Er hat nachgetreten“, begründete Schiedsrichter Moritz Lange (VfR Osterode) die Entscheidung in der Partie gegen Neuhof. Ansonsten hielten er und sein Kollege Jens Wulze (Südharz) konsequent an der Regelung fest, Grätschen von hinten mit zwei Minuten Strafen zu belegen.
Als drittes Team konnte sich am Samstag der FC Freiheit für die Endrunde qualifizieren. Mit 13 von 15 möglichen Punkten standen die Freiheiter auch verdient als Gruppensieger fest, obschon sie ihre Gegner nicht unbedingt an die Wand spielten. Aber Erfahrung und mannschaftliche Geschlossenheit so wie ein meist gut parierender Keeper waren letztlich die Pfunde, die das Team nach vorne brachten. Als Beispiel mag ihr letzter Auftritt dienen. Nach einer 1:0-Führung gegen Bad Lauterberg schien ihnen der Gruppensieg sicher. Doch etwas glücklich drehte Lauterberg das Spiel, ging 2:1 in Front. Doch Freiheit raffte sich zusammen, schaffte relativ schnell den Ausgleich. Doch das hätte der TuSpo-A-Jugend bei einem Sieg in deren letzten Spiel über Wulften den Weg in die Endrunde ermöglicht. Und tatsächlich, die letzte Minute lief bereits, gelang noch der das Turnier entscheidende Siegtreffer.
Für „Budenzauber“, wie man ihn sich für ein Hallenturnier erhofft, sorgten aber andere. Allen voran der SV Pöhlde, der technisch gute Spieler in seinen Reihen hatte und wo es doch einige kleinere Kabinettstückchen zu sehen gab. Auch der TuSpo-Nachwuchs zeigte seine gute fußballerische Ausbildung. Feine Ballbehandlung und gutes Umschaltspiel wechselten aber mit teilweise übertriebenem Ehrgeiz ab, so dass die eine oder andere vermeidbare Härte ins Spiel kam. Kurioserweise geriet die Partie zwischen den beiden aber nicht zu einem brillanten Schlagabtausch, sondern mit 7:1 deklassierte der TuSpo-Nachwuchs den Kreisligisten regelrecht. Allerdings ließ Pöhlde gegen Ende den Kopf hängen, lud den Gegner mit desolaten Fehlpässen zum Tore schießen ein.
Für die SG Ildehausen / Kirchberg war bei dem Turnier nicht viel zu holen. Immerhin durften sie sich rühmen, als einzige Mannschaft nicht gegen Freiheit verloren zu haben, sondern mit 1:1 einen Punkt erobert zu haben. Den anderen ihrer beiden Zähler in der Endabrechnung holten sie sich gegen den TSV Wulften. Da gelang der verdiente 2:2-Ausgleich für die Nordharzer allerdings erst im letzten Moment, sonst hätten sie das Tabellenende geziert. So blieb dies der einzige Zähler für den TSV Wulften.
Der SV Bad Lauterberg scheint kein großer Freund des Hallenfußballs zu sein. Denn abgesehen von der Partie gegen Freiheit waren die Auftritte der Schwarz-Gelben doch recht unspektakulär und uninspiriert. So waren sie auch an der wohl langweiligsten Partie des Turniers beteiligt, als sie durch eine Einzelaktion kurz vor Schluss gegen Ildehausen/Kirchberg den 1:0-Siegtreffer erzielten. Ansonsten bestanden die 14 Minuten der Partie nur aus langen Bällen beider Mannschaften ins Nirwana. Die Schiris Joshua Haase (Förste) und Mario Birnstiel (TuSpo) hatten nicht nur mit dieser Partie wenig Mühe. Sie ließen die Spiele weitestgehend laufen und fuhren gut damit. Bösartige Fouls gab es im Prinzip nicht.

1. FC Freiheit Osterode 10:5 13
2. Tuspo A-Jugend 16:3 12
3. SV Pöhlde 7:10 9
4. SV Bad Lauterberg 5:7 6
5. SG Ildehausen/Kirchb. 3:8 2
6. TSV Wulften 5:13 1

1. SV Förste 8:3 12
2. SSV Neuhof 10:7 10
3. Tuspo III 10:10 7
4. FC Zellerfeld 7:7 7
5. VfL Herzberg 6:7 7
6. FC Eisdorf 4:11 0