Krzyminski-Elf ist nach Krimi gefühlter Sieger

Kreisliga Goslar: SG Ildehausen/Kirchberg kämpft sich dreimal zurück / 5:5-Unentschieden

Ildehausen / Kirchberg (püll). Auch im dritten Auswärtsspiel in Folge konnte eine Spitzenmannschaft der Kreisliga Goslar der SG Ildehausen/Kirchberg keine Niederlage beifügen. Nach dem Unentschieden beim TSKV Goslar und dem Sieg beim FC Rhüden gelang der SG jetzt bei der FG Vienenburg /Wiedelah ein denkwürdiges 5:5-Unentschieden. Und auch diese Partie, wie schon in Goslar, hätte die Krzymniski-Elf eigentlich für sich entscheiden müssen. In den entscheidenden Momenten hatte die Mannschaft aber entweder Pech oder ließ sich von den „angezählten“ Gastgebern auskontern.
Dabei begann die Partie für die SG nicht so vielversprechend. Bereits in den Anfangsminuten erarbeiteten sich die Gastgeber gute Tormöglichkeiten. Es bedurfte dann aber in der 14. Minute der Schützenhilfe durch die SG-Abwehr, um das Führungstor zu erzielen. Doch nur eine Minute später konnte Dennis Küffner, der nach fast einem dreiviertel Jahr Verletzungspause erst vor einigen Spielen in die Startelf zurückkehrte, den Ausgleich herstellen. Das Tor war wirklich typisch Küffner: Er gab keinen Ball verloren, setzte immer wieder nach und versenkte den Ball schließlich im gegnerischen Tor.
Doch Beobachter des Spiels mussten sich in erster Linie über das Abwehrverhalten der SG Ildehausen/Kirchberg wundern. Immerhin hatte die Defensive in den letzten beiden Spielen zu null gespielt. Doch gegen die FG Vienenburg/Wiedelah agierten die Abwehrreihen fahrlässig und machten bereits eine Minute nach dem Ausgleich durch Küffner einen großen Fehler, der die erneute Führung der Hausherren einleitete. In der 29. Minute sollte es dann noch schlimmer kommen. Erneut waren sich die Defensiv-Akteure im Spiel Drei gegen Eins nicht einig. So fiel der Treffer zum 3:1. Zu diesem Zeitpunkt sah alles danach aus, dass die Mannschaft um Spielertrainer Krzyminiski diese Partie verlieren würde, was bei den herrschenden Temperaturen niemanden gewundert hätte. Doch die Spielgemeinschaft fasste sich ein Herz und drängte ohne Unterlass auf den wichtigen Anschlusstreffer. In der 39. Minute wurden die Spieler für ihr kraftraubendes Spiel belohnt. Ali Badawi erzielte in der 39. Minute mit einem tollen Heber das 3:2. Jobst von Petersdorff hatte danach noch zweimal gute Kopfballgelegenheiten. Versemmelte die Bälle aber. Beim Stand von 3:2 ging es dann in die Kabine.
In der zweiten Hälfte setzte sich das sichtbare Abbauen der Platzherren fort. Und spätestens als Dennis Küffner in der 52. Minute den Ausgleich erzielte, war die FG Vienenburg stehend K.O. Lediglich mit weiten Schlägen nach vorn, allerdings mit noch zwei flinken Angreifern, versuchten sich die Hausherren Luft vor dem eigenen Strafraum zu verschaffen.
Ab diesem Zeitpunkt des Spiels hätte die SG eigentlich alles klar machen müssen. Zahlreiche Bälle fanden aber nicht ihren Weg ins Tor. Petersdorff traf die Latte, Pavlidis und Küffner verfehlten das Tor aus nächster Nähe.
Und dann machte der Unparteiische, der die Partie ansonsten hervorragend leitete, seinen einzigen aber sehr schweren Fehler. Einer der wenigen Konter der Gastgeber wurde vom Linienrichter klar als Abseits erkannt und angezeigt, doch der Schiri ließ weiterspielen. Die FG führte wieder. Es war die 73. Minute.
Und sicher noch unzufrieden mit dieser Entscheidung fing sich die SG bereits drei Minuten später, in der 76. Minute, gar das 5:3. Hier allerdings war die SG Abwehr völlig entblößt, wobei der Fehler allerdings vorher durch einen katastrophalen Abspielfehler im Mittelfeld passierte. Der Vienenburger Stürmer hatte leichtes Spiel.
Doch wer glaubte, die Partie sei jetzt locker entschieden und schon ging, verpasste eine Schlussphase in der die SG das Spiel sogar noch hätte drehen können. In den letzten zehn Minuten waren fast immer 21 Spieler nur in einer Spielhälfte, und zwar in der des Gastgebers. Natürlich musste an dieser Stelle dann auch der Zufall ein biss­chen mitspielen. Doch mit welchem Einsatz und Leidenschaft die SG in den Schlussminuten noch die drohende Niederlage abwenden wollte, war schon sehenswert und wurde letztlich auch belohnt. Erst war es in der 85. Minute Jihad Badawi, der den Ball irgendwie im Vienenburger Kasten unterbrachte. Dann war es in der 87. Minute Dennis Küffner mit seinem dritten Tor, der ebenfalls unter Mithilfe nahezu seines gesamten Körpers zum hochverdienten 5:5-Endstand traf.

SG Ildehausen/Kirchberg: Christopher Anschütz, Moritz Renneberg, Marcel Falk, Roland Meyer, Florian Berger, Henrik Just, Andre Krzyminski, Ali Badawi (70. Min. Jihad Badawi), Pierre Pavlidis, Jobst von Petersdorff und Dennis Küffner.