Perfekter Abschluss einer perfekten Saison

Fußball: SG Ildehausen/Kirchberg gewinnt die Nordharzmeisterschaft

Es ist die Krönung auf eine überragende Saison: Die SG Ildehausen/Kirchberg hat nach der Staffelmeisterschaft und dem Bezirksligaaufstieg auch die Nordharzmeisterschaft gewonnen.

Wie berichtet gewann die SG die Partie am Montagnachmittag in Gielde mit 4:0. Über weite Strecken sah man jedoch, dass es für beide Teams nur noch um das Prestige ging – für neutrale Zuschauer war das Spiel eher mäßig interessant. Die Ildehäuser und Kirchberger mussten nach dem frühen Führungtreffer von Tobias Müller nicht – die Hallendorfer hatten nicht sonderlich viel Interesse daran, sich bei sommerlichen Temperaturen allzu sehr zu verausgaben. Sie verließen sich auf ihre schnellen und technisch starken Offensivspieler und rückten meist nur sehr spärlich nach.
Die SG hatte in der ersten halben Stunde die Spielkontrolle und ließ den Ball gut in den eigenen Reihen laufen. Mit einigen Ballverlusten machten sie es sich ab der 30. Minute bis zur Pause selbst schwer. Es war die einzige Phase der Begegnung, in der man das Gefühl hatte, dass die Salzgitteraner vielleicht eine Chance haben könnten.
So forderte SG-Spielertrainer Andre Krzyminski in der Pause auch, wieder ruhiger zu spielen und mehr die Außen zu suchen. Das funktionierte, auch wenn das 2:0 eher zufällig fiel. Ein langer Diagonalball von Krzyminski kam eigentlich nicht an, doch der TSV-Verteidiger köpfte den Ball direkt vor den eigenen Strafraum. Jonas Vogler kam an den Ball, bekam ihn jedoch unter Bedrängnis nicht richtig unter Kontrolle. Trotzdem ging der Ball schließlich irgendwie über den, aus dem Tor geeilten Schlussmann, ins Netz – auch weil dieser beim Zurücklaufen ins Stolpern geriet und den Ball daher nicht mehr über die Latte gelenkt bekam.
Damit war die Partie nach knapp 70 Minuten mehr oder weniger entschieden. Zwei schöne Tore gab es dann aber noch zu sehen. Einen punktgenauen 40-Meter-Pass von Krzyminski in den Lauf von Felix Kappei nahm dieser auf und legte den Ball am Torwart vorbei. Der Schlusspunkt und das schönste Tor des Tages gelang Stephane Kouassi. Er narrte am linken Strafraumeck zunächst seinen Gegenspieler, lief parallel zur Torlinie in den Sechzehner und lupfte, fast am Elfmeterpunkt angekommen, den Ball über die Torwart hinweg ins Netz. Ein perfekt passender Abschluss einer perfekten Saison für die SG.
Der NFV-Kreisvorsitzende Wolfgang Fisch hatte bei der Siegerehrung dann aber noch so seine Probleme mit dem Namen des Siegers – erst nach mehreren Sekunden Überlegenszeit kam ihm ein „SG Kirchberg/Ildehausen“ über die Lippen. Ein kleiner Fehler, der die gute Stimmung im SG-Lager aber nicht trüben konnte.