SG verliert im Sturm

Nordharzliga: Nach fünf Siegen gibt es ein 1:2 beim VfL Oker

Nach fünf Siegen in Folge musste die SG Ildehausen/Kirchberg am Sonntag eine nicht unbedingt eingeplante 1:2-Niederlage beim VfL Oker hinnehmen.

Vorweg: Oker hat das Spiel nicht nur wegen des kleinen Platzvorteiles auf dem Kunstrasen gewonnen. Sie hatten darüber hinaus auch einen unbedingten Willen. Nicht ganz einverstanden waren die SG-Verantwortlichen damit, dass das Spiel überhaupt angepfiffen wurde. Im Nachhinein sah das auch das Schiedsrichtergespann so. Immerhin lief einer der Assistenten auf der einen Spielfeldseite ständig an vielen hohen Bäumen entlang. Glücklicherweise fiel bei den teils orkanartigen Böen kein dicker Ast herunter.
Ein normales Fußballspiel war es denn auch nicht. Wohin das runde Leder flog wurde meist nicht von den Spielern diktiert, sondern vom Wind. Die Gastgeber versuchten im ersten Spielabschnitt den Rückenwind zu nutzen, was ihnen bei ihrer Methode Fußball zu spielen, mit vielen langen Bällen, auch sehr oft gelang. Sie erzwangen viele Ecken, die auch immer wieder Gefahr vor das SG-Tor heraufbeschworen. Die Gäste wollten es trotz des starken Gegenwindes spielerisch lösen, flach spielen, den Ball in den eigenen Reihen halten, was natürlich sehr schwierig war. Gelang das mal, dann waren auch die Tormöglichkeiten da. Dreimal wurde aber anstatt auch mal auf das Tor zu schießen, versucht, auf einen besser postierten Mitspieler quer abzulegen. Alle drei Male blieb es jedoch bei dem Versuch.
Beim 1:0 für die Platzherren in der 22. Minute war dann der Wind wieder Mitspieler. Allerdings hätte der SG-Abwehrspieler den Ball vorher auch einfach ins Aus klären können. Doch bereits eine Minute später der Ausgleich in der 23. Minute. Auch hier half der Wind maßgeblich mit. Kein Spieler, weder Freund noch Feind, berührte das Leder so richtig, aber irgendwie „mogelte“ sich das Leder in das VfL-Tor. Nino D´Onofrio könnte als letzter am Ball gewesen sein, offiziell wird der Treffer als Eigentor gewertet.
Im 2. Spielabschnitt, jetzt hatte die SG den Wind im Rücken, konnten die Gäste während der gesamten Restpielzeit mit diesem Vorteil überhaupt nichts anfangen. Zwar spielte sich das Hauptgeschehen meist in der Hälfte des VfL ab. Doch die meisten Zuspiele in den SG-Reihen landeten letztlich im Toraus. Die Gastgeber trafen nach 57 Minuten per Freistoß aus 20 Metern zur Führung. In der Schlussphase hatte Ildehausen/ Kirchberg noch zwei Riesenmöglichkeiten zum Ausgleich, konnten diese aber nicht nutzen. Die SG war bemüht, kam aber mit den Verhältnissen nicht so gut zu recht wie die Gastgeber.

SG Ildehausen/Kirchberg: Christopher Anschütz – Daniel Tantzen, Felix Kappei, Dennis Küffner, Antonio D´Onofrio, Henrik Just, Torben Müller, Andre Krzyminski, Felix Klingebiel, Patrick Tantzen (62./Christian Mediavilla) und Marcel Falk.