Ehrungsreigen bei der Feuerwehr in Jerze

Die für langjährige Treue geehrten Mitglieder der Feuerwehr in Jerze sowie Karl-Heinz Illers (ganz rechts), der seit 40 Jahren aktiv dabei ist.

Gleich sieben Mitglieder werden für langjährige Angehörigkeit ausgezeichnet

Da staunte selbst ein Dieter Zeh, der bereits seit über zwei Jahrzehnten dem Bockenemer Stadtrat angehört: Gleich sieben Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr in Jerze wurden am vergangenen Sonnabend für langjährige Mitgliedschaft geehrt.

Karl-Heinz Illers hatte dabei ein besonders seltenes Jubiläum. Er leistet bereits seit 40 Jahren seinen aktiven Dienst. Dafür wurde er von Stadtbrandmeister Alfred Schneider mit dem Niedersächsischen Ehrenzeichen ausgezeichnet. Darüber hinaus ist er auch schon seit 30 Jahren in Führungspositionen, wofür ihm von der Ortswehr selbst mit einem großen Präsentkorb gedankt wurde.
40 Jahre Zugehörigkeit zur Feuerwehr können Otto Linne und Peter Brüssler nachweisen. Bei Gustav Raute, Kurt Schünemann und Erwin Sternal sind es bereits 50 Jahre. Martin Selzer, der nicht anwesend sein konnte, bringt es schon auf 60 Jahre. Sie erhielten die Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes Hildesheim sowie eine Dankesurkunde der Stadt Bockenem, überreicht vom stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Bockenem, Dieter Zeh.
Fünf Posten des Kommandos mussten neu gewählt werden. Dieser Punkt auf der Tagesordnung ging schneller vorbei, als die Ehrungen. Denn in allen Fällen gab es aus der Versammlung einstimmige Wiederwahl. Im Einzelnen sind dies:

Gruppenführer: Jürgen Reinsch;
Fahrzeugwart: Jens Schünemann;
Gerätewart: Jürgen Stadl;
Kassenführer: Jürgen Stadl;
Sicherheitsbeauftragter: Martin Brunke.

Ortsbrandmeister Peter Gehrke wies daraufhin, dass seine Amtszeit und die seines Stellvertreters Karl-Heinz-Illers in zwei Jahren ablaufe und sich schon einmal Gedanken gemacht werden sollten. Er rief die Aktiven dazu auf, an Lehrgängen teilzunehmen, um mehrere Möglichkeiten für die Posten zu haben.
In seinem Jahresbericht konnte Gehrke von nur einer Hilfeleistung berichten: das Hochwasser. Vier Jerzer waren nach dem Einsatz in Rhüden noch nach Sarstedt gefahren und wurden, wie tausende andere Feuerwehrleute, mit der Hochwassermedaille ausgezeichnet. Bemängeln musste er die geringe Dienstbeteiligung. Teilweise sei die Mindestzahl an Diensten nur zu erreichen, weil man bei Bedarf mit der Wehr Ortshausen zusammen übe. Immerhin verfügt Jerze jetzt wieder über drei Atemschutzträger.
Zahlenmäßig hat sich bei der Wehr kaum etwas verändert. Weiterhin versehen 18 Aktive ihren Dienst. Hinzu kommen 13 fördernde Mitglieder und zehn Alterskameraden, einer weniger als vor einem Jahr. Grüße und Worte des Dankes für die geleistete Arbeit, auch bei diversen Festlichkeiten im Dorf, überbrachte Ortsvorsteherin Ursula Lother.