Eingespartes Geld wird für Verschönerung verwendet

Kirchberger Orstrat kam zum ersten Mal im neuen Jahr zusammen / Tempo-30-Zone erwogen

Im Stadtteil Kirchberg fand jetzt die erste diesjährige Sitzung des Ortsrates statt. Das Gremium war trotz des krankheitsbedingten Fehlens zweier Mitglieder beschlussfähig. In der zu Beginn anberaumten Einwohnerfragestunde wurden Vorschläge dafür gemacht, wie der Autoverkehr auf der Straße zum Dorfgemeinschaftshaus beruhigt werden könnte. Es wurde unter anderem eine Tempo-30-Zone erwogen.
Außerdem wurden leichte Schäden an der gerade erneuerten Fahrbahndecke der Alten Dorfstraße angesprochen. Das Stadtbauamt soll auch gebeten werden, sich mit den Anliegern in Verbindung zu setzen, um die Pflege einiger Grünstreifen zwischen Grundstück und Bürgersteig abzusprechen. Ortsbürgermeister Roland Meyer sicherte zu, diese Anregungen weiterzuleiten.
Unter „Mitteilungen“ war zu erfahren, dass noch keine Entscheidung über die Terminierung von Brenntagen gefallen sei. Die Stadt müsse erst ein beim Verwaltungsgericht anhängiges Verfahren in dieser Sache abwarten. Über den Sinn der Brenntage entwickelte sich eine lebhafte Diskussion. Möglicherweise kommen demnächst auch Alternativkonzepte zum Tragen, da geschnitzelter Baum- und Strauchschnitt mittlerweile als Rohstoff entdeckt wurde, an dem Geld zu verdienen ist.
Die im Jahre 2012 eingesparten Haushaltsmittel in Höhe von 310 Euro sollen zur Verschönerung des Dorfes, insbesondere am Katzhagenbrunnen, verwendet werden.
Jochen Henze hatte dem Ortsrat die Abrechnung des gut besuchten Teichfestes vorgelegt, der Erlös wird nach Bedarf der Kinder- und Jugendbetreuung zufließen.
Vom MTV Seesen, der sein 150-jähriges Bestehen feiert, lag die Einladung zu einer Radtour durch die Ortsteile am 6. Mai vor. Der Ortsrat sah sich dabei nicht als richtiger Adressat und empfahl, sich an den Sportverein zu wenden. Im Übrigen fänden an diesem Tage die Tischtennis-Stadtmeisterschaften statt, bei der man im Einsatz sei.
Von der Stadt ist geplant, an die Gründung der Einheitsgemeinde Seesen vor 40 Jahren zu erinnern. In welcher Form dies geschehen soll, sei noch nicht entschieden.
Für den seit Jahrzehnten geforderten Radweg zwischen Kirchberg und Münchehof – so die Mitteilung – seien von regionaler Seite keine Fördergelder zu erwarten, so dass allein die Stadt dafür zuständig wäre. Eine Sanierung der Straße „Katzhagen“ ist für 2013 in Aussicht gestellt. Der Ortsrat hält die Maßnahme für dringend erforderlich.
In seinem Rückblick auf die bisherige Arbeit des Ortsrates bedankte sich Roland Meyer bei seinen Kollegen für die gute Arbeitsteilung und Unterstützung.
Beim Katzhagenbrunnen sollen zwei Findlinge in Zukunft das Zuparken dieses Areals verhindern. Außerdem sollten die Bänke neu gestrichen werden. In einem weiteren Punkt der Tagesordnung ging es um zahlreiche Details rund um das Dorfgemeinschaftshaus. Der monatlich stattfindende Seniorennachmittag unterliegt künftig der Obhut des Ortsrates, dadurch entfallen die Entgelte für die Nutzung. Auch soll aufgelistet werden, welche Personen für das Dorfgemeinschaftshaus und seine Räume einen Schlüssel haben. Im Laufe der Zeit sei dabei die Übersicht verloren gegangen. Koordinator für alle Veranstaltungen im DGH und der Halle ist – so will es der Ortsrat – allein Ortsbürgermeister Roland Meyer.
Der Duschraum für Sportler bedürfe dringend einer Sanierung, da die Decke und die Wände stark vom Schimmel befallen seien. Gebeten wurde auch um eine regelmäßige Reinigung des Jugendraumes.
Schließlich empfahl der Ortsbürgermeister eine Überarbeitung des Heftes „So lebt man in Kirchberg“, das Neubürgern als Informationsquelle dient.