Erstmals eine Frau als AGT-Wartin

Ortsbrandmeister Markus Schridde (links) und die mit der Hochwassermedaille des Landes Ausgezeichneten.  (Foto: Fotos: Nitz)
 
Bürgermeister Erik Homann lobte das Engagement der Kameraden. In Bezug auf den fehlenden Gruppenraum versprach er, das Anliegen der Kirchberger nicht aus den Augen zu verlieren. (Foto: Fotos: Nitz)

Julia Henze übernimmt Funktion bei der Kirchberger Feuerwehr / Lob von Bürgermeister Erik Homann

Während der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Kirchberg wurden Tim Müller und Ruben Abeler aus der Jugendgruppe in die 1. Löschgruppe übernommen, womit diese erneut verstärkt und gut gerüstet für die Zukunft ist. Wieder einmal – so Brandmeister Markus Schridde – habe sich damit bestätigt, wie wichtig die Gründung der Jugendfeuerwehr vor zehn Jahren gewesen sei.

Eine besonders große Zahl von Gästen konnte der Brandmeister begrüßen, die Funktionsträger aus dem Feuerlöschwesen, der Verwaltung, den politischen Organisationen und den örtlichen Vereinen.
Zu Beginn wurde der verstorbenen Mitglieder Ernst Kappei und Heinz Schridde gedacht. Nach dem Verlesen des Protokolls durch Julia Henze ließ der Ortsbrandmeister das abgelaufene Dienstjahr Revue passieren. Beim Brand eines Hotels in Bad Harzburg war man als Löschhilfe im Einsatz gewesen, hatte auf langer Wegstrecke die Wasserversorgung sichergestellt und später Glutnester kontrolliert. Außerdem hatte die Wehr zweimal bei Veranstaltungen in der Seesener Aula die Brandsicherungswache gestellt.

Das Osterfeuer und der Laternenumzug der Kinder waren abgesichert worden und beim Weihnachtsmarkt musste die Tombola ausgerichtet werden. Dem Jahresbericht war ferner zu entnehmen, dass vier Übungen gemeinsam mit Nachbarwehren stattgefunden hatten, zweimal die Atemschutzstrecke in Goslar aufgesucht wurde und einmal die Kirchberger Kirche Ausbildungsobjekt war. Insgesamt hatten beide Löschgruppen 2128 Stunden Dienst geleistet.

Einige Beisitzer-Funktionen im Kommando mussten besetzt werden. Die Wahlen dazu brachten folgendes Ergebnis: Sandra Schridde (Jugendwartin), Patrick Lues (Stellvertreter), Julia Henze (Atemschutzbeauftragte), Jonas Henze (Sicherheitsbeauftragter) und Günther Warnecke (Gerätewart).
Stadtbrandmeister Jürgen Warnecke gratulierte Andreas Kaschkilan zur Beförderung zum Ersten Hauptlöschmeister und überreichte ihm die Ehrenzeichen dafür. Mit der Hochwassermedaille des Landes wurden Carolin Sander, Nicole Hausmann, Dominik Schrader, Klaus Abeler, Marcus Hölscher, Kevin Lüddecke und Harald Köhler ausgezeichnet.

Der Stadtbrandmeister bezeichnete das vergangene Jahr hinsichtlich der Anzahl der Einsätze, 257 standen zu Buche, als „normal“. Dass es nicht zu Großbränden gekommen sei, wäre unter anderem dem Anbringen von Rauchmeldern zu verdanken, mit denen zum Glück immer mehr Wohnungen ausgestattet würden. Für die Beseitigung von Ölspuren, bei der es ohne Chemie nicht ginge, sei man in Seesen bestens gerüstet. Das neue Zugkonzept, die Kirchberger Wehr gehört zum „Zug Süd“, diene der Sicherstellung eines schnellen Einsatzes mit ausreichend Personal.

Ralf Hipp zeigte sich erfreut darüber, dass mit Julia Henze nun die erste Feuerwehrfrau im Stadtgebiet die Funktion einer Atemschutzbeauftragten innehat und versprach ihr seine Unterstützung.
Pastor Tegtmeier hatte im vergangenen Jahr Gelegenheit gehabt, sich davon zu überzeugen, wie wichtig die technischen Geräte bei der Personenrettung sind, als der Innenraum der Kirche anlässlich einer Übung eingenebelt worden war. Er dankte den Aktiven und überreichte ein kleines Geschenk.
Ortsbürgermeister Roland Meyer übermittelte die Grüße des Ortsrates, dankte der Wehr für ihren ehrenamtlichen Dienst und wünschte ihnen daran weiterhin Freude.

Seesens Bürgermeister Erik Homann lobte ebenfalls das Engagement der Kameraden. Ihm war aufgefallen, wie sehr sich dieses auf einige Familien im Ort konzentriere. In Bezug auf den fehlenden Gruppenraum versprach er, das Anliegen der Kirchberger nicht aus den Augen zu verlieren. Bei der Sicherung des Nachwuchses, so führte er weiter aus, sei ein geschicktes Marketing sehr wichtig und gab dafür einige Beispiele.

Lothar Niemann, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes beim Polizeikommissariat Seesen, dankte der Wehr für ihre Unterstützung insbesondere bei der Beseitigung von Ölspuren, mit denen leider immer häufiger zu rechnen sei.
Grußworte vom Gesangverein und Sportverein durch die Vorsitzenden Jürgen Köhler und Marcus Hölscher schlossen sich an. Beide sprachen von einer harmonischen gegenseitigen Hilfe bei vielen örtlichen Veranstaltungen. Der Vorsitzende des TSE Kirchberg bat noch einmal dringend um die Bereitstellung eines Gruppenraumes für die Feuerwehr. Dem Kirchberger Internetbeauftragten Klaus Nitz dankte der Ortsbrandmeister für die hervorragende filmische Präsentation der Feier zum 10-jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr. Ehrenmitglied Helmut Rösler hatte als Chronist sein Werk mit einem dicken 14. Band zu einem vorläufigen Ende gebracht.

Der Brandmeister dankte ihm für die mühsame Arbeit, bei der die vermutlich beste Dokumentation des örtlichen Brandschutzes im Kreis Goslar zustande gekommen sei.