Markus Schridde erhält das volle Vertrauen

Horst Alpers und Rolf Uhde wurden für 40 beziehungsweise 50 Jahre Mitgliedschaft in der Wehr Kirchberg ausgezeichnet.
 
Wolfgang Hüter (2. von links) und Harald Köhler (Mitte) wurden für ihre Verdienste im Kommando mit Urkunde und Nadel ausgezeichnet. Die Glückwünsche übermittelte auch der stellv. Kreisbrandmeister Andreas Hoppstock.

Kirchberger Feuerwehr wählt Ortsbrandmeister einstimmig wieder / Ehrungen und Beförderungen

Die Freiwillige Feuerwehr Kirchberg hielt jetzt als letzte der städtischen Wehren ihre Jahreshauptversammlung ab. In Ermangelung eines eigenen Raumes traf man sich erneut im ehemaligen Klassenraum, der die zahlreichen Teilnehmer gerade noch beherbergen konnte. Gut vertreten waren die Gäste, also die Funktionsträger aus dem Löschwesen von Stadt und Kreis, der Verwaltung, den politischen Gremien und der örtlichen Vereine.

Das Protokoll der letztjährigen Sitzung verlas Markus Hölscher, es wurde ohne Einwände genehmigt. Dem Jahresbericht von Ortsbrandmeister Markus Schridde war zu entnehmen, dass die Wehr viermal zu Hilfeleistungen gerufen wurde. Mehrfach mussten Ölspuren beseitigt und wieder einmal beim Hochwasserschutz in Rhüden geholfen werden. Bei der Orientierungsfahrt belegte man einen mittleren Platz. An überörtlichen Übungen hatte man in Münchehof und zweimal in Seesen teilgenommen.
Zahlreiche Lehrgänge hatten die Aktiven besucht, wobei es vor allem um den Umgang mit Atemschutzgeräten und dem neuen digitalen Sprechfunk gegangen sei. Und wie immer waren die Kameraden bei allen Gemeinschaftsveranstaltungen im Dorf mit von der Partie. Insgesamt wurden von den Aktiven 2873 Stunden Dienst geleistet.
Für die Kassensprecher sprach Fabian Abeler. Oberfeuerwehrfrau Nicole Hausmann wurde als Verwalterin der Finanzen einstimmig Entlastung erteilt. Feuerwehrfrau Sarah Just wurde zur Kassenprüferin gewählt. Um Ablösung aus dem Amt hatte Markus Hölscher gebeten, um sich nun mit ganzer Kraft für den Sportverein einzusetzen, dessen Vorsitzender er kürzlich geworden ist. An seine Stelle im Kommando tritt Julia Henze, die einstimmig gewählt wurde.
Nach sechs Jahren an der Spitze der Wehr stellte sich Markus Schridde erneut zur Wahl. Sie wurde von Andreas Kaschkilian geleitet. In geheimer Abstimmung, es gab weder Gegenstimmen noch Enthaltungen, wurde der Ortsbrandmeister wiedergewählt.
Aus der Jugendfeuerwehr wurden Niklas Scholz und Julius Henze in die erste Gruppe übernommen. Niklas Scholz wird wegen seines Wohnortwechsels allerdings in Seesen seinem Dienst in der Wehr nachkommen.
Zwei fördernde Mitglieder wurden für ihre langjährige Treue geehrt: Rolf Uhde gehört der Wehr seit 50 Jahren an und Horst Alpers ist seit 40 Jahren dabei. Wolfgang Hüter und Harald Köhler, beide 1.Hauptlöschmeister, wurden von Stadtbrandmeister Jürgen Warnecke für ihre besonderen Verdienste im Kommando mit Urkunde und Nadel ausgezeichnet. Zum Hauptlöschmeister wurde Andreas Kaschkilian befördert.
Für die Kirchberger Wehr ist es inzwischen eine Selbstverständlichkeit, dass dort auch Frauen aktiv sind. Sichtbar wurde dies bei der Beförderung von Jennifer Schrader zur Oberfeuerwehrfrau und Julia Henze, Sandra Schridde und Karolin Schrader, die nach Ablauf der Mindestdienstzeit zu Feuerwehrfrauen ernannt wurden.
Norbert Stephan, Vorsitzender des Feuerschutzausschusses, übermittelte die Grüße von Rat und Verwaltung, nannte den neugegründeten Förderverein eine tolle Sache und dankte den Aktiven für die gelungenen Einsätze.
Ortsbürgermeister Roland Meyer bezeichnete den freiwilligen Dienst zum Wohle der Gemeinschaft als wertvoll und große Beruhigung. Er ging auch kurz auf die ungelöste Frage eines geeigneten Gruppenraumes ein. Demnach sei die Kommunikation zwischen dem Kirchberger Ortsrat und den zuständigen Dienststellen nach der Begutachtung durch den Brandschutz nicht gut gelaufen, man wolle nun aber gemeinsam dafür sorgen, dass die Wehr einen ordentlichen Versammlungsraum bekommt.
Auch der Sicherheitsbeauftragte Thorsten Warnecke meinte, es müsse in dieser Angelegenheit schnell eine solide Lösung gefunden werden, schließlich habe man hier eine Vorbildfunktion.
Helmut Fischer, Leiter des Polizeikommissariats Seesen, dankte den Aktiven für die geleistete Unterstützung und wünschte ein möglichst unfallfreies Helfen.
Erstmals war der stellvertretende Kreisbrandmeister Andreas Hoppstock in Kirchberg. Ausführlich ging er auf technische Fragen im Zusammenhang mit der digitalen Funkausstattung ein, wo das Geld gut angelegt sei. Zufrieden sei man auch mit den renovierten Ausbildungsräumen in Goslar, wo nun eine gute Werkstatt und demnächst eine sanierte Atemschutzstrecke zur Verfügung stünden.
Michael Müller, Jugendfeuerwehrwart, hatte bereits einige Stunden zuvor an der Hauptversammlung der Kirchberger Jugendwehr teilgenommen und konnte nun von derem guten Ausbildungsstand berichten.
Pastor Christian Tegtmeier beglückwünschte die geehrten und beförderten Mitglieder und wünschte den Aktiven immer ein gesundes Heimkehren. Markus Hölscher (Sportverein) und Norbert Koch (Gesangverein) dankten der Wehr für das reibungslose gegenseitige Helfen. Bodo Hübner, ehemaliger Vorsitzender des TSE dankte ebenfalls für die langjährige harmonische Zusammenarbeit.
Stadtbrandmeister Jürgen Warnecke sprach, bezogen auf 2013, von einem normalen Jahr mit insgesamt 251 Einsätzen. Die Schulungen für den Umgang mit Digitalfunk sollen im Frühjahr beginnen. Ein „Tag der offenen Tür“ findet am 17. Mai in Seesen statt. Er dient ebenso wie ein neues Fahrzeug vor allem der Werbung um Mitglieder. Übrigens zeigt das neue Fahrzeug auf einer Seite die Kirchberger Feuerwehrfrauen Julia Henze und Jennifer Schrader.
Abschließend nannte der Ortsbrandmeister noch einige Termine im laufenden Jahr, wobei das 10-jährige Bestehen der Jugendwehr ordentlich gefeiert werden soll. Das Osterfeuer, so war auch zu erfahren, werde künftig aus verschiedenen Gründen beim Sportplatz abgebrannt werden.