Open Air wieder eine runde Sache

Der Frontmann der „Conrad Miller Band”.
 
Vielen Besuchern stand die Begeisterung ins Gesicht geschrieben.

Trotz zahlreicher Veranstaltungen am gleichen Tag gute Besucherzahlen in Kirchberg

Am vergangenen Samstag fand in seiner 24. Auflage das Open Air Rockkonzert des TSE Kirchberg als Abschlussparty zur Sportwoche statt. Bei strahlendem Himmel und heißem Sommerwetter fanden trotz der zahlreichen Veranstaltungen in der näheren Umgebung wieder zahlreiche Besucher den Weg zum Kirchberger Sportgelände.
Viele hatten im Vorfeld ihren Augen nicht getraut, als zu lesen war, dass den diesjährigen Opener die gestandenen Herren von General Daniels geben werden und kamen bereits zu früher Stunde, um sich mit eigenen Augen davon zu überzeugen, auf das Gelände geströmt. Und tatsächlich eröffneten General Daniels, die bereits in den Vorjahren öfters als Top Act für geniale Partystimmung gesorgt hatten, das Open Air. Mit einer wahnsinnigen Präzision schlug die Urgewalt der Hamburg-Harz-Conection von Ralf Reger am Schlagzeug und Gösta Grabau am Bass ein. Begleitet von den pfeilschnellen und agilen Gitarristen Reiner Nagel und Claus Loisl zog der Youngster der Kapelle, Martin Lüders mit seinem Gesang und Auftreten die frühen Besucher sofort in seinen Bann. Besonders überzeugte die Band mit ihrer hohen Qualität und Spielfreude, mit der sie ihr Programm ablieferte. Nach diesem Auftritt war klargestellt, dass Opener sein salonfähig ist und sich keine Band dafür zu schade sein muss. Die Band hatte ein Zeichen gesetzt.
Direkt im Anschluss ging es weiter mit den Tender Years. Die Band um Schlagzeuger Holger Schandert präsentierte sich gewohnt souverän. Man konnte gleich sehen, dass auch diese Truppe auf eine große Bühnenerfahrung zurückblicken kann und diese zu nutzen weiß. Das bereits nicht nur durch die Sonne gehörig aufgewärmte Publikum wusste dies für sich zu nutzen und erwies sich als sehr dankbar für die gut ausgewählte Setlist der Tender Years. So wurde bereits zu früher Stunde mitgesungen.
Angekündigt als Europas größte und genialste Lenny Kravitz Tribute Band enterten sogleich die Ministers of Rock’n’Roll die in diesem Jahr neue und riesige Bühne, die der Veranstalter aufgefahren hatte. Gleich wurde klar, dass das die richtige Entscheidung war. Denn die Jungs standen der Ankündigung in nichts nach. Man konnte genau sehen, dass sie auf großen Bühnen zu Hause sind. Sie fügten sich optisch und akustisch absolut der Ankündigung. Mit geschlossenen Augen hätte man fast meinen können, Mr. Lenny Kravitz wäre im Original in Kirchberg zu Gast. Auch die weniger bekannten Songs vom Meister fanden großen Anklang beim mittlerweile immer größer werdenden Publikum. Doch spätestens bei den Hits wie „Fly Away“ brachen dann alle Dämme, und es wurde mit allem was die Kehlen hergaben mitgesungen.
Auch die nächste Ankündigung war ähnlich fulminant. So wurde die Conrad Miller Band als unglaublich agil, sexy und hoch explosiv angekündigt. Dass auch hier nicht übertrieben wurde, konnte man direkt nach den ersten Takten merklich spüren. Sänger, Basser und Frontmann Olaf Meinecke eine absolute Rampensau ist. Die eindrucksvollen Arrangements dieser Blus-Rock-Show wurden mit der ihm eigenen Soulstimme hammermäßig auf den Punkt gerockt. So wurde die Band erst nach einigen Zugaben schlussendlich vom Publikum nach einigen Verbeugungen entlassen.
Die nun folgende Umbaupause nutzten zahlreiche Besucher, um sich noch einmal vor dem Highlight des Abends an einem der zahlreichen Verpflegungsangebote des Veranstalters zu erfrischen und zu stärken.
Bereits beim Soundckeck der folgenden Band merkte man, dass der Platz vor der Bühne sich stetig füllte. Als Matthew Graye dann auf die Bühne kamen, war so gut wie kein Platz mehr zu bekommen. Das Publikum stand dicht gedrängt und wartete darauf, endlich lostanzen zu dürfen. Und es durfte.
Mit sehr viel Spielwitz und Spaß bei der Sache traf die Band genau den Nagel auf den Kopf und verwandelte zu später Stunde das Konzertgelände in einen riesigen Tanzsaal. Gekonnt auf den Punkt, das Publikum perfekt in der Hand und immer den richtigen Spruch oder die richtige Animation in petto, zelebrierte die Band ihr Programm und wurde dafür vom Publikum belohnt. So durften Matthew Graye einige Zugaben spielen und wurden frenetisch gefeiert.
Am Ende bleibt als Fazit nur zu sagen, dass der Veranstalter wieder alles richtig gemacht hat.
Für das 25. Open Air im kommenden Jahr hat der Veranstalter bereits wieder Großes geplant. Jeder Fan von guter und handgemachter Rockmusik sollte sich diese Veranstaltung vormerken.