Rheinischer Frohsinn beim Brunnenfest

Der MGV Kirchberg unter der Regie von Ralph Wagner in Aktion.

Kirchberger kommen zur 16. Auflage der Traditionsveranstaltung zusammen

Kurz vor der Jahrtausendwende, genauer am 11. September 1999, konnte in Kirchberg bei strahlendem Sonnenschein der restaurierte Brunnen im Oberdorf seiner Bestimmung übergeben werden. Damit war das traditionelle Brunnenfest geboren. Seitdem kommt die Dorfgemeinschaft unter der Federführung des Ortsrates jedes Jahr im Spätsommer in gemütlicher Runde zusammen – am vergangenen Sonnabend bereits zum 16. Mal. Wie schon vor 16 Jahren, herrschte auch diesmal bestes Spätsommerwetter. Sehr zur Freude von Ortsbürgermeister Roland Meyer, der direkt am plätschernden Brunnen an der Alten Dorfstraße wieder viele Gäste begrüßen konnte. Nach einem zunächst noch verhaltenen Beginn gab es später an diesem Nachmittag zeitweise nur schwer ein freies Plätzchen auf den Sitzgarnituren zu ergattern. Einfach gemütlich beisammen sitzen, ein wenig über früher oder das aktuelle Tagesgeschehen plaudern und die bereitstehenden kulinarischen Spezialitäten genießen, lautete die Devise. Auch diesmal reichte das Angebot von frischem Obstkuchen und Waffeln über deftige Leckereien vom Grill bis hin zum obligatorischen Federweißen.

Nun wäre das Kirchberger Brunnenfest nicht das Kirchberger Brunnenfest, wenn nicht auch für die nötige Unterhaltung beziehungsweise festlichen Rahmen gesorgt worden wäre. Den Anfang machte dabei der schon seit mehr als einem halben Jahrhundert aktive Posaunenchor des Ortes. Mit einer bunten Mischung aus Jazz, Evergreens und Pop warteten die Akteure auf und erfreuten das Publikum. Erfreulich dabei zu sehen: Um Nachwuchs braucht sich das Ensemble derzeit keine Gedanken zu machen.
Schon ein unverzichtbarer Bestandteil beim Brunnenfest ist der Auftritt des Kirchberger Männergesangvereins, der unter der Stabführung seines Ehrenchorleiters Ralph Wagner mit bekannten Liedern zum Mitsingen aufwartete. Diesmal fanden die Stimmakrobaten in bunten Westen eine klangvolle Antwort auf die Frage, warum es wohl am Rhein so schön ist. Aufgelockert durch launige Textbeiträge hatte der MGV-Aufritt abermals großen Unterhaltungswert.
Schließlich kam auch der Nachwuchs an diesem Tag auf seine Kosten. Die Kinder konnten ihre Treffsicherheit an der Süßigkeitenschleuder oder auch an der Kübelspritze versuchen. Kein Wunder also, dass die Letzten erst in den Abendstunden den Heimweg antraten.