Roland Meyer ist der neue Ortsbürgermeister

Der neu gewählte Ortsrat des Seesener Stadtteils Kirchberg. (Foto: Jung)
 
Roland Meyer ist neuer Ortsürgermeister und sicher der jüngste in der langen Reihe der „Ortsvorsteher“. Seit fünf Jahren wohnt er in Kirchberg; Meyer ist verheiratet und hat vier Kinder. Als Studienrat am Bad Gandersheimer Gymnasium unterrichtet er die Fächer Musik und Religion. Den Freunden des Fußballs ist er als Kapitän der 1. Herren der SG Ildehausen/Kirchberg bekannt. (Foto: Jung)

Fünf Neue im Dorfparlament Kirchberg / Rudi Wuttke ließ Legislaturperiode Revue passieren / Verabschiedungen

Kirchberg (ag). Auch der Ortsrat des Stadtteils Kirchberg trat jetzt zu seiner konstituierenden Sitzung nach der Wahl zusammen. Zwar enthielt die Tagesordnung auch Alltägliches, im Mittelpunkt der Versammlung stand jedoch eindeutig der Ämterwechsel in der Funktion des Ortsbürgermeisters.
Rudi Wuttke, der für den Ortsrat nicht mehr kandidiert hatte, erledigte somit zu Beginn der Sitzung seine letzten Amtspflichten.
Von der Stadtverwaltung wurde mitgeteilt, dass am Brunnen im „Katzhagen“ Findlinge platziert werden können, um dort das Parken von Fahrzeugen zu verhindern.
Die nach der Brandschau vorgesehenen Umbaumaßnahmen im DGH und der Mehrzweckhalle sollen 2012 anlaufen. Für die Beseitigung der desolaten Teerdecke auf dem ehemaligen Schulhof wurden ausreichend finanzielle Mittel für den Haushalt 2013 beantragt.
Die neue Heizungsanlage – so Rudi Wuttke – sei „immer für Überraschungen gut“ und bedürfe der Nachbesserung. Sehr positiv dagegen äußerte er sich über den Fortgang der Arbeiten an der Ortsdurchfahrt. Er hob hervor, dass es nicht selbstverständlich gewesen sei, wenn die Anlieger „keinen Pfennig dazubezahlt“ hätten. In der kommenden Woche – so war zu erfahren – erhält die Straße vom westlichen Dorfeingang bis zum Fleischhandel die endgültige Teerdecke.
In einem „Leistungsnachweis“ erinnerte Ortsbürgermeister Wuttke an die wesentlichen Projekte der vergangenen Legislaturperiode und nannte anschlie­ßend jene Probleme, die unerledigt blieben und mit denen sich nun der neue Rat zu befassen habe.
Bevor dieser jedoch von ihm verpflichtet wurde, galt es, fünf der bisherigen sieben Mandats­träger zu verabschieden. Rudi Wuttke vermied die üblichen Floskeln und nannte in jedem Einzelfall das persönliche Einsatzfeld der ausscheidenden Ratsmitglieder. Fünf Jahre waren Birgit Lüders und Claudia Stolzenburg im Ortsrat, Jürgen Püllmann war 13 Jahre dabei, und Inge Uhde, sie bekam bereits den Wappenteller der Stadt, hat ihr Ehrenamt 25 Jahre vorbildlich ausgefüllt.
Heinz Weinhausen dankte in seiner „Laudatio“ dem scheidenden Ortsbürgermeister für dessen unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger und vergaß keinesfalls, dessen Frau Susanne lobend zu erwähnen, die ihn mit ganzer Kraft unterstützt habe.
Rudi Wuttke selbst meinte in einem Schlusswort, er habe nicht unbedingt Vorbild, sondern lediglich „ein Beispiel“ geben wollen, denn es sei klar, dass man alles auch anders machen könne.
Per Handschlag und mit Aushändigung der einschlägigen Gesetzesvorlagen verpflichtete er sodann die neuen Mandatsträger. Es sind Thorsten Körber (SPD), Roland Meyer (SPD), Dirk Hüter (SPD), Markus Hölscher (SPD) sowie Markus Schridde (CDU). Heinz Weinhausen (CDU) und Jochen Henze (CDU) sind die einzigen verbleibenden Mitglieder im Gremium.
Als Ratsältester leitete Heinz Weinhausen die Wahl des Ortsbürgermeisters. Roland Meyer wurde vorgeschlagen und einstimmig gewählt. Ebenso wurde Jochen Henze ohne Gegenstimme zum stellvertretenden Ortsbürgermeister ernannt.
Auch die Besetzung der Ausschüsse ging schnell vonstatten. Jochen Henze und Dirk Hüter werden den Fördersauschuss leiten. In der Jugendarbeit wollen sich Markus Schridde und Markus Hölscher engagieren, und die Seniorenbetreuung liegt schwerpunktmäßig in den Händen von Heinz Weinhausen und Thorsten Körber.
Roland Meyer dankte für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und sagte, er freue sich auf die bevorstehende Arbeit.
Diese begann auch sogleich mit der „Einwohnerfragestunde“, in der Gustav Steinhoff die Beibehaltung der Brennetage anregte und dazu die Gründe nannte. Claudia Stolzenburg wünscht sich eine feierliche Einweihung der restaurierten Ortsdurchfahrt.