Endlich sind die Brücken fertig!

Nach Abschluss der Brückenarbeiten ließen die Anwohner der Kaiserpfalz, die auf der Seite des Königsturms wohnen, die Sektkorken knallen. Über Jahre mussten sie Umwege in Kauf nehmen. (Foto: Vollmer)

Königsdahlumer kommen nach über zwei Jahren wieder ohne Umwege zu ihren Häusern

Ein Prosit auf die neuen Königsdahlumer Brücken: Zum Abschluss der Bauarbeiten haben die Anlieger die Sektkorken knallen lassen.

Gut zwei Jahre mussten die sechs Haushalte, die auf der zum Königsturm liegenden Brückenseite wohnen, mit erheblichen Einschränkungen leben. Die Straße war gesperrt, die Häuser konnten nur von der Bundesstraße 243 aus über einen Schotterweg erreicht werden.

Viele Einschränkungen
für die Anwohner

Einschränkungen gab es auch mit der Müllabfuhr oder Besuchern. Einer Familie ist noch gut die angekündigte Visite eines Handwerkers im Sinn, der die Wasseruhr auswechseln wollte. Nach einiger Zeit des Suchens gab der Mann auf und zog von dannen. Ähnliche Szenen haben sich immer wieder in dem abgehängten Straßenstück abgespielt. Höhepunkt in der gut zweijährigen Bauzeit der drei Brücken war dann die zeitgleiche Sanierung der Bundesstraße zwischen Bockenem und Bornum. Da wurde die ganze Sache noch komplizierter. Ein Weg zu den Häusern an der Kaiserpfalz war nur noch über eine schlecht ausgeschilderte Umleitungsstrecke entlang diverser Feldwege möglich. Das wollen die Königsdahlumer so schnell nicht wieder erleben.
Zur großen Freude aller haben die Baufirmen nun ihre Jobs erledigt, es gibt für die Bewohner und Besucher wieder freie Fahrt an der Kaiserpfalz. Das lange Warten hat ein Ende gefunden. „Nun können alle aufatmen. Es wurde auch Zeit“, sagen die Bewohner einhellig. Auch Bauamtsleiter Bernd Arndt kann nach der Abnahme der Brückenbauwerke die Akten schließen. Für Verzögerungen hat besonders der Einsturz einer denkmalgeschützten Brücke gesorgt. Weil der Aufbau entsprechend der Vorgaben des Denkmalschutzes vorgenommen werden musste, kamen der Termin- und auch der Finanzplan komplett ins Wanken.
Die Freigabe der Brücken haben die betroffenen Anlieger nun bei bestem Wetter gebührend gefeiert. Die Stadt spendierte Sekt und Steaks. Ein letztes Mal wurde die Zufahrt für den Straßenverkehr gesperrt. Doch das war zumindest an dem Abend ganz im Sinne der Bürger. Schließlich sollte die lange Tafel direkt auf der Brücke einen Platz finden.