Jens Saradeth löst Andrea Heinz ab

Neu im Ortsrat ist Jens Saradeth (rechts), der an die Stelle von Andrea Heinz (links) tritt; in der Mitte die Ortsbürgermeisterin Katharina Spengler.

Stellvertretende Ortsbürgermeisterin von Königsdahlum legt Mandat wegen Schwangerschaft nieder

Ein gewohnt zügiger Verlauf, und alle Tagesordnungspunkte einstimmig behandelt. Die immerhin 14 Punkte, die sich der Königsdahlumer Ortsrat am Montag im Rahmen seiner 8. öffentlichen Sitzung der Legislaturperiode vorgenommen hatte, waren in 45 Minuten abgehandelt, zumal auch bei der Einwohnerfragestunde außer einer Beschwerde über Hundekot nichts vorgebracht wurde.

Gleich anfangs ging es um die Verpflichtung eines neuen Ortsratsmitglieds und um die Wahl des stellvertretenden Ortsbürgermeisters. Diese Position hatte bislang Andrea Heinz (SPD) inne. Ihren Mandatsverzicht begründete sie mit ihrer derzeitigen persönlichen Situation, konkret ihrer Schwangerschaft. Sie habe sieben Jahre im Ortsrat gearbeitet und als stellvertetende Ortsbürgermeisterin seit ihrem 25. Lebensjahr. Dabei habe sie stets eine gute Zusammenarbeit erlebt, für die sie sich bedankte.
Verständnis für den Entschluss des Mandatsverzichts äußerte Ortsbürgermeisterin Katharina Spengler, die ihrer bisherigen Stellvertreterin eine tatkräftige Unterstützung der Ortsratsarbeit bescheinigte und den Dank dafür mit Blumen und einem Präsent zum Ausdruck brachte. In ähnlicher Weise äußerte sich Bernd Winter, der seitens des SPD-Ortsvereins ebenfalls ein Blumengebinde überreichte.
Neu im Königsdahlumer Ortsrat ist jetzt aufgrund seines Listenplatzes und seines Ergebnisses bei der letzten Kommunalwahl Jens Saradeth. Obschon er Neuling ist, wählten ihn die anderen vier Mandatsträger einstimmig zum stellvertetenden Ortsbürgermeister. Man hätte aufgrund der Mehrheit diese Stelle auch mit einem der CDU angehörenden Ortsratsmitglied besetzen können, meinte die Ortsbürgermeisterin. Doch habe man sich aus guten Gründen entschieden, diesen Platz der SPD anzutragen, die nur mit einem Sitz im Dorfparlament vertreten ist. So gab es an dieser Stelle denn auch keine geheime Wahl.
Einen einstimmigen Grundsatzbeschluss fasste der Ortsrat anschließend hinsichtlich seiner Zuschüsse für diverse Veranstaltungen. So soll es in Zukunft bis zu einer möglichen Revision keine weiteren Einzelbeschlüsse zu folgenden Ausgaben mehr geben: 30 Fackeln für den Kinderumzug beim Osterfeuer, 250 Euro für die Seniorenfeier, Kranz zum Volkstrauertag und 50 Euro für die Musik bei dieser Veranstaltung, der herbstliche Laternenumzug der Kinder, der gemeinsam mit der Kirchengemeinde organisiert wird, 100 Euro als Zuschuss an die Feuerwehr für die Ausrichtung des Osterfeuers, 150 Euro für Kinderaktionen im Dorf, 20 Euro als Begrüßungsgeschenk für jeden Neugeborenen, 30 Euro bei anstehenden Ehrungen und Übernahme der Kosten für Getränke bei dem traditionellen Jahresrückblick.
Hinsichtlich des 2015 anstehenden Kreiswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ erfolgte noch keine abschließende Festlegung. Eine Teilnahme erscheint aber nicht ausgeschlossen.
Keine Festlegung gab es auch für die Nominierung eines Ortsansprechpartners für die Kinder und Jugendlichen. Diese Person sollte nach den Vorstellungen des städtischen Jugendausschusses insbesondere Verbindung zum Bockenemer Jugendzentrum Konfetti halten. „Die Königsdahlumer Jugend ist nicht hochgradig eingebunden in die Veranstaltungen des Konfetti“, meinte hierzu die Ortsbürgermeisterin. Dennoch will man auf Vorschlag des Ortsratsmitglieds Jürgen Kiehne (UWG) den Stadtjugendpfleger Lutz Brunotte einmal nach Königsdahlum einladen. Er soll sich hier vorstellen, hieß es.
Der derzeitige Betrag in der Ortsratskasse beläuft sich auf rund 8000 Euro. Ein Teil dieses Geldes soll nun für die Umgestaltung des Spiel- und Bolzplatzes und für die Anschaffung neuer Spielgeräte ausgegeben werden. Diesbezüglich soll es einen Ortstermin geben. Der Vorschlag, das nächste Dorffest mit einer Tombola zu verbinden, fand einhellige Zustimmung, und eine Beschwerde über den negativen Zustand des Wendehammers in der Hachfeldstraße wurde erst einmal zur Kenntnis genommen. Auch wäre ein Ortstermin sinnvoll, wenn möglich zusammen mit dem Bauamtsleiter Bernd Arndt.