Jedes Jahr braucht es eine neue Attraktion

Eine Spende in Höhe von 1000 Euro erhielt der Trägerverein des Wölfi-Bades aus den Erträgen des VR-Gewinnsparens.

Volksbank eG Langelsheim/Lutter unterstützt Trägerverein des Wölfi-Bades mit einer großzügigen Spende

Das trübe Wetter im Hauptferienmonat August hat dem Trägerverein des Wölfi-Bades einen saftigen Strich durch die Rechnung gemacht. Temperaturen, die man sonst eher im Oktober erwartet, hielten die Badegäste von einem Besuch des idyllisch gelegenen Waldfreibades ab.
Für Vereinsvorsitzende Frauke Wagner und ihre Mitstreiter ist dies aber noch lange kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken, sondern vielmehr nach vorne zu schauen und weiter an der Attraktivität des Bades zu arbeiten. Unterstützt wurde der Verein bei seinen Bemühungen nun von der Volksbank Langelsheim/ Lutter, die dem Verein eine 1000 Euro Spende aus den Erlösen des VR-Gewinnsparens zukommen ließ.
Das Geld wird für die Verschönerung des Kinderplanschbeckens eingesetzt, das mit engagierter „Do-It-Yourself-Mentalität“ von Mitgliedern des Vereins saniert wurde.
Federführend hatte diese Aufgabe Marcus Müller übernommen, der von Herbst vergangenen Jahres bis ins Frühjahr diesen Jahres das alte Becken auf Vordermann gebracht hat. Das Geld der Volksbank wird für die Anschaffung von Wasserspielen eingesetzt, die bereits installiert sind.
„Wir freuen uns, dass wir mit der Spende dazu beitragen können, dass für die Kleinen ein schönes Planschbecken entstanden ist“, sagt Volksbank-Vorstandsmitglied Wolfgang Keunecke und Bereichsleiter André Hüsken ergänzt: „Damit wird das Wölfi-Bad für die Bevölkerung und auch für die Besucher und Gäste des Ortes noch attraktiver.“
Und in der Tat, was die ehrenamtlichen Kräfte des Vereins in den vergangenen Jahren am Ortsrand von Wolfshagen in unmittelbarer Nähe zum Wald geschaffen haben, kann sich wirklich sehen lassen. Das Freibad, dessen Betrieb der Verein vor zehn Jahren von der Kommune übernommen hat, ist ein echtes Kleinod und an Charme kaum zu überbieten. Vereinsvorsitzende Frauke Wagner erklärt aber, dass dieser Erfolg ohne den unermüdlichen Einsatz ihrer Mitstreiter nicht möglich wäre. „In unserer heutigen Zeit müssen wir den Gästen eigentlich jedes Jahr eine neue Attraktion bieten, ansonsten sind wir ganz schnell abgemeldet“, so Vereinschefin Wagner.
Zu den Attraktionen im Wölfi-Bad zählen neben dem Vergnügen im kühlen Nass seit jeher auch zahlreiche Veranstaltungen, die auf den ersten Blick mit dem Betrieb eines Freibades nichts zu tun haben. An erster Stelle steht dabei wohl das Musikfestival „Rock am Beckenrand“, das sich zu einer festen Größe im Veranstaltungskalender der Region gemausert hat. In diesem Jahr fällt das Festival aber leider aus Zeitgründen aus. Die Cheforganisatoren, zwei Studenten, sind zu sehr in ihrem Studium involviert, und haben deshalb keine freien Valenzen, sich um die Ausrichtung des beliebten Spektakels zu kümmern.
Und auch das Oktoberfest wird in diesem Jahr nicht stattfinden. „In diesem Jahr belassen wir es bei unserer Jubiläumsfeier zum zehnjährigen Bestehen, die wir zu Beginn der Saison gefeiert haben“, erklärt Wagner um jedoch gleich hinzuzufügen, „dass im Herbst eine Aktion mit den örtlichen Grundschülern geplant ist“. Diese sollen nämlich auf einer Wiese des Freibades, die sich in Hanglage befindet, Tannenbäume pflanzen, die in den darauffolgenden Jahren geerntet werden. „Mit dieser Aktion wollen wir nicht nur im Gespräch bleiben, sondern auch die Schule und den Kindergarten unterstützen“, erklärt Wagner. Schule und Kindergarten sollen nämlich von der Pflanzaktion profitieren und zur Weihnachtszeit in den kommenden Jahren einen Gratis-Baum gestellt bekommen.
Finanziert wird das Wölfi-Bad übrigens zu großen Teilen aus Mitgliedsbeiträgen. Die Stadt Langelsheim schießt jährlich rund 20.000 Euro zu. „Im Jahr bewegen wird rund 100.000 Euro um den Betrieb des Freibades aufrecht zu erhalten“, erläutert Vorsitzende Wagner. „Dieses Geld nehmen wir in der Hauptsache durch unsere Mitgliedsbeiträge und durch den Verkauf von Getränken und Snacks an unserem Kiosk ein.“
Die Bereitschaft im Ort, sich für den Erhalt und Betrieb des Freibades einzusetzen, beschreibt Wagner als hervorragend: „Die Hoteliers und Gastronomen profitieren natürlich davon, dass wir hier ein tolles Freibad haben. Die Unterstützung ihrerseits ist deshalb auch hervorragend. Haben wir an stark frequentierten Tagen beispielsweise mal einen Pommes-Engpass, springen sie uns sofort zur Seite.“