130-jähriges Bestehen wirft Schatten voraus

Der MGV-Vorstand mit dem Chorleiter und den übungsfleißigsten Sängern. Es fehlen Hermann Klemme und Günter Tiedemann

MGV Germania Lutter zieht Jahresbilanz / Statuten des Vereins wurden umgewandelt

Die Mitglieder des Männergesangvereins „Germania“ Lutter am Barenberg von 1885 waren jetzt in der Bürgerbegegnungsstätte in der Kurt-Klay-Schule zusammengekommen, um auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres zurückzublicken.

Neben den aktiven Mitgliedern konnte Vorsitzender Wilhelm Göbel dazu auch die fördernden Mitglieder, den Chorleiter Daniel Spieker und den Ehrenchorleiter Ernst Mein recht herzlich willkommen heißen. Die Ortsbürgermeisterin Karin Rösler-Brandt konnte erst später hinzukommen; sie musste zuvor noch an einer Informationsveranstaltung zum Endausbau des Wohngebietes „Zur Heinrichshöhe“ (der „Beobachter“ berichtete), die in der Aula der Schule stattfand, teilnehmen, hatte aber wie immer ein „Flachgeschenk“ für die Sänger dabei. Göbel wünschte allen Anwesenden noch ein gutes Jahr 2015.
Schriftführer Werner Moers verlas das Protokoll der Vorjahresversammlung; an seinen Ausführungen gab es nichts zu deuteln. Dann war es an Wilhelm Göbel, die Aktivitäten des Jahres 2014 in chronologischer Reihenfolge noch einmal Revue passieren zu lassen. Dabei erübrigt es sich, die jeweiligen Höhepunkte, die sich neben dem regulären Übungsbetrieb außerdem so ergaben, hier nochmals herausstellen. Erwähnt werden sollte aber auf jeden Fall, dass, nachdem Daniel Spieker im Januar die Chorleitung übernommen und die Tenöre links und rechts von den Bässen platziert hat, sich das klangliche Erscheinungsbild der „Lutter Boys“ wesentlich verbessert hat. Das Publikum hat sich beispielsweise beim 2. Lutteraner Herbstkonzert des MGV Germania von der neuen Klangqualität überzeugen können.
Und wie das so ist, musste der Vorsitzende auch einige statistische Daten erwähnen: Im Jahr 2014 hatte der MGV Germania 20 aktive Sänger und 20 Förderer. Die Sänger nahmen an 37 Chorproben, 13 Auftritten und anderen Anlässen teil. Bei insgesamt 50 Zusammentreffen waren 891 Sänger anwesend, wobei Wilhelm Göbel, Günter Tiedemann, Werner Pohler und Rudolf Probst die Übungsfleißigsten waren. Ihnen wurde eine „Eichsfelder Stracke“ als kleines Dankeschön überreicht.
Der Kassenbericht, den Jörg Münnich abgab, fand allgemeine Zustimmung. Münnich selbst bezeichnete die finanzielle Lage des Vereins als sehr zufriedenstellend. Dass seine Kasse einwandfrei geführt wurde, bescheinigten ihm Rudolf Probst und Herbert Sander; Sander berichtete auch von der Kassenprüfung und beantragte die Entlastung des Kassenwartes und des Vorstandes. Diese wurde einstimmig erteilt. Da Sander nach zwei Jahren turnusmäßig ausschied, wurde Dieter Filus als neuer Kassenprüfer hinzu gewählt.
Neuerungen gab es aber auch zu vermelden. So hat der MGV seine aus dem Gründungsjahr 1885 stammenden „Statuten“ nunmehr umgewandelt in eine der heutigen Rechtsform entsprechende Vereinssatzung und genießt dadurch auch den Status der Gemeinnützigkeit. Werner Pohler hat für den Verein unter www.facebook.com/mgvgermania1885 eine Seite eingerichtet. Weiterhin sind die Sänger nun auch unter der elektronischen Mailadresse: mgvgermania1885@web.de zu erreichen.
Zum Auftakt der in diesem Jahr anstehenden 130-Jahr-Feier des Vereins darf man sich bereits jetzt schon auf ein Konzert freuen, das am Donnerstag, 12. Februar, in Karnevalshochburgen bestens bekannt als „Weiber-Fastnacht“, unter dem Motto „Lutter Boys meets Jazz“ in Göbel‘s Schmiede zu hören sein wird. Über die anderen geplanten Aktivitäten wird jeweils zeitnah berichtet.
Die insgesamt harmonisch verlaufene Jahreshauptversammlung klang aus mit einem rustikalen Buffet und einigen netten Gesprächen mit guten Freunden.