An Erfolge soll angeknüpft werden

Die ILE-Freizeitkarte, die im Januar 2011 vorgestellt wurde, ist nur einer von vielen Beweisen für den Erfolg der ILE-Region Nördliches Harzvorland. Bei dem Projekt war auch erstmals auch die Stadt Salzgitter als Partner mit im Boot, weshalb die ILE um den Namenszusatz „Plus“ erweitert wurde. In der nächsten Förderperiode soll die Stadt Salzgitter „vollwertiges“ Mitglied werden.

ILE-Region Nördliches Harzvorland will auch in der neuen Förderperiode weitermachen

Nach erfolgreichen Jahren der Zusammenarbeit soll die Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) im Nördlichen Harzvorland auch in der neuen EU-Förderperiode von 2014 bis 2020 fortgesetzt werden.
Deshalb haben sich die bisherigen und künftigen ILE-Partner erneut beworben und nun den Zuschlag erhalten, ein neues Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept (ILEK) zu erstellen. In einer Sitzung am Mittwoch in Schladen verständigten sich die Verantwortlichen der eingebundenen Kommunen nun auf das weitere Vorgehen.
Bedingung, um erneut in den Genuss von Fördermitteln zu kommen, ist bis Ende des Jahres ein neues Entwicklungskonzept zu erarbeiten, das fristgerecht beim Land Niedersachsen einzureichen ist. Die Konzeptentwicklung, die rund 75.000 Euro kosten soll, wird vom Land mit 75 Prozent gefördert. Für die Kommunen wie beispielsweise die Samtgemeinde Lutter fallen noch Kosten in Höhe von 3700 Euro für die Konzeptentwicklung an.
Geld, das nach Ansicht von Lutters Samtgemeindebürgermeister Peter Kühlewindt aber gut investiert ist, hat die Samtgemeinde doch in der vergangenen Förderperiode stark von der ILE profitiert. So konnten nicht nur die Sanierungen des Lutteraner Heimatmuseums und des Dorfgemeinschaftshauses Neuwallmoden gefördert werden, sondern auch der ländlichen Infrastruktur hat die ILE genutzt. Unter anderem konnte im Zuge des ländlichen Wegebaus der Mühlenweg bei Alt Wallmoden, die Verbindungsstraße zwischen der B 248 und Rhode sowie der Weg zwischen Nauen und dem Bahnübergang instand gesetzt werden.
Darüber hinaus unterstreichen die umgesetzten Großprojekte wie die gemeinsame ILE-Freizeitkarte oder das Stempelstellennetz den Handlungs- und Gestaltungswillen der ILE-Kommunen im Nördlichen Harzvorland.
Neben den konkreten Projekten lobt Kühlewindt aber auch den hervorragenden Netzwerkcharakter der ILE. „Durch die enge Zusammenarbeit stehen wir mit allen Kommunen im ständigen Kontakt und können somit von unseren verschiedenen Erfahrungen profitieren“, so Lutters Verwaltungschef.
Für die kommende Förderperiode soll der Kreis der ILE-Partner sogar noch erweitert werden. Aus dem Landkreis Goslar werden der ILE-Region weiterhin die Samtgemeinde Lutter, die Gemeinde Liebenburg und die Stadt Goslar (Vienenburg) angehören. Der Landkreis Wolfenbüttel wird wie bisher von den Samtgemeinden Baddeckenstedt, Oderwald und Asse vertreten sowie der Stadt Wolfenbüttel und der Gemeinde Schladen-Werla. Hinzustoßen wird zusätzlich noch die Samtgemeinde Schöppenstedt um auch den Helmstedter Raum einzubinden. Und auch die Stadt Salzgitter will ebenfalls wieder mitmischen.
Für die Bewerbung als ILE-Region schreibt die EU insgesamt vier Handlungsfelder vor, die bei der Erstellung des neuen Entwicklungskonzeptes verpflichtend sind. Neben der Auseinandersetzung mit dem demografischen Wandel soll auch auf die Innenentwicklung der Kommunen geachtet werden. Dabei handelt es sich beispielsweise um die sinnvolle Schließung von Baulücken. Damit soll erreicht werden, dass neue Bauvorhaben nicht zwangsläufig außerhalb der Ortschaften auf der so genannten „Grünen Wiese“ verwirklicht werden. Als weitere verpflichtende Handlungsfelder werden die Daseinsvorsorge (Einkaufsmöglichkeiten, ärztliche Versorgung etc.) sowie die dezentrale Versorgung mit regenerativen Energien vorgeschrieben.
Mit Blick auf die Erfolgsaussichten im bald beginnenden Bewerbungsverfahren hegt Lutters Verwaltungschef Kühlewindt keine Zweifel: „Die ILE-Region Nördliches Harzvorland kann durchaus als Vorzeigeregion gelten. Nicht umsonst wurde das Regionalmanagement über die Förderperiode hinaus verlängert.“
Begleitet werden die Kommunen beim nun laufenden Prozess erneut vom Planungsbüro Grontmij. Diese Firma unterstützt die ILE-Kommunen nicht nur bei der Erstellung des neuen Entwicklungskonzeptes, sondern soll bei erfolgreicher Aufnahme in das Förderprogramm auch wieder das Regionalmanagement übernehmen.
In den nächsten Wochen und Monaten stehen nun aber erst einmal zahlreiche Gespräche auf dem Programm. Neben ein Strategieworkshop sollen auch die Bürger beteiligt werden.