Ausbau der Bahnhofsstraße ist große Chance

Die Bahnhofsstraße soll im nächsten Jahr umfangreich saniert werden. In diesem Zusammenhang sollen auch die Bürgersteige erneuert werden. Baubeginn soll nach Möglichkeit im Frühjahr sein.

Lutteraner Politiker plädieren für Ausbau der Bürgersteige / Kosten dürften überschaubar sein

Als eine große Chance begreifen Lutters Verwaltung und Politik den von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (Geschäftsbereich Goslar) fürs nächste Jahr geplanten Ausbau der Bahnhofsstraße (L 500) aus Richtung Bodenstein vom Ortseingang bis zum Marktplatz und der L 496 aus Richtung Neuwallmoden ab der Polizeistation bis zur Einmündung auf die L 500.

Mit diesem Thema beschäftigte sich am Mittwochabend der Rat des Fleckens, und Gemeindedirektor Peter Kühlewindt erklärte dazu, dass der Ausbau der Bahnhofsstraße „längst fällig sei, und der nahende Baubeginn die einmalige Chance biete, sich an die Maßnahme dranzuhängen und in diesem Zuge die Gehweganlagen zu erneuern“. Zwar sei die Sanierung der kompletten Nebenanlagen eine ziemliche Hausnummer, die eine Stange Geld kosten wird, doch könne der Flecken in diesem Fall mit Fördermitteln in beachtlicher Höhe rechnen, was das Vorhaben realistisch mache.
Die Aussicht auf Fördermittel ermöglicht das Niedersächsische Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (NGVFG), das Baumaßnahmen, wie die nun geplante Sanierung der Gehweganlagen, mit bis zu 75 Prozent der Gesamtkosten unterstützt. Nach Aussage des zuständigen Landesvertreters würden im Haushaltsjahr 2015 ausreichende Mittel für eine Förderung dieses Vorhabens zur Verfügung stehen.
Diese Förderung bezieht sich jedoch nur auf die Instandsetzung der Bürgersteige, da die Straßensanierung Landessache ist, und für den Flecken Lutter keine Kosten entstehen. Laut groben Berechnungen von Verwaltungschef Kühlewindt dürfte sich die umfassende Erneuerung der Gehweganlagen je nach Höhe der Förderung in einem überschaubaren Rahmen bewegen, der den Haushalt nicht über Gebühr strapazieren dürfte. Im Fall einer Förderung von 75 Prozent läge der Eigenanteil bei etwa 100.000 Euro, bei einer 60-prozentigen Förderung würden sich die Belastungen auf circa 160.000 Euro summieren. Für die Anlieger der Bahnhofsstraße entstehen keine Kosten, da es in Lutter keine Straßenausbaubeitragssatzung gibt. Im Zuge der geplanten Arbeiten soll auch der Bereich der Bushaltestelle vor der Kurt-Klay-Schule umfassend erneuert werden. Mit den Planungen ist das Ingenieur-Büro Damer aus Vienenburg beauftragt, das schon erste Skizzen entworfen hat und zurzeit die Unterlagen für einen kurzfristigen Antrag auf Förderung nach NGVFG vorbereitet.
In einer Informationsveranstaltung unter Beteiligung des Ingenieur-Büros sollen die Anlieger über den genauen Umfang der Baumaßnahmen informiert werden. Läuft alles glatt, geht man im Rathaus aktuell von einer Bauphase zwischen sechs und sieben Monaten aus.
Im weiteren Verlauf der Sitzung berichtete Gemeindedirektor Kühlewindt auch über weitere Straßen- und Gehwegsanierungen, die mittelfristig umgesetzt werden sollen. Dabei ging es unter anderem um die Ortsdurchfahrt im Verlauf der B 248 und die Sanierung der Seesener Straße im Bereich der St. Georg-Kirche. Diese Vorhaben sollen aber erst in Angriff genommen werden, wenn mit der Bahnhofsstraße alles unter Dach und Fach ist. Die Ratsmitglieder stimmten den geplanten Maßnahmen am Ende einstimmig zu.