Bei Karl-Hermann Falkenberg sind Schwalben äußerst willkommen

Mathias Kumitz (links) überreichte Karl-Hermann Falkenberg die Plakette.

Vorsitzender der NABU-Kreisgruppe überreicht dem Bodensteiner Plakette

Schwalben? Die machen doch nur Lärm und Dreck rund ums Haus. So lautet wohl das häufigste Urteil über die wendigen und nützlichen kleinen Singvögel.

Doch einmal abgesehen davon, dass es ohnehin verboten ist, die Nester von Mehlschwalben an Wohnhäusern zu beseitigen, kommt diesen Vögeln eine wichtige Funktion zu. Sie erbeuten neben Spinnen vornehmlich Fluginsekten und sind deshalb vor allem in der Landwirtschaft gern gesehen. Außerdem sagt der Volksmund: „Wo Schwalben sind, ist Glück im Haus“.
Doch die Schwalben haben es zunehmend schwerer. Die fortschreitende Versiegelung der Landschaft, schwalbenunfreundliche Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden und damit verbunden der Mangel an geeignetem Nestbaumaterial sowie ein unzureichendes Nahrungsangebot führten in der Vergangenheit zu einem Rückgang der Bestände.
Dass es auch anders geht, zeigt Karl-Hermann Falkenberg aus Bodenstein. Bei ihm, genauer gesagt unter dem Dach des ehemaligen „Klosterkruges“, ist ein wahres Paradies gerade für Mehlschwalben entstanden. Etwa 20 Nester zählt Falkenberg. Um den Schwalben zu helfen und Menschen wie Karl-Hermann Falkenberg zu unterstützen, die Schwalbennester an ihren Häusern dulden, hat der NABU die Aktion „Schwalben willkommen!“ ins Leben gerufen. Durch die Verleihung einer Plakette für schwalbenfreundliche Häuser und Gemeinden will der NABU Menschen dafür danken, dass sie sich für den Schwalbenschutz einsetzen. Mathias Kumitz, 1. Vorsitzender der NABU-Kreisgruppe Goslar, war jetzt nach Bodenstein geeilt, um Karl-Hermann Falkenberg mit Worten des Dankes eine solche Plakette zu überreichen.
Bei dieser Gelegenheit stattete Kumitz auch gleich Falkenbergs Bruder Christian einen Besuch ab. Der führt gegenüber einen landwirtschaftlichen Betrieb und beherbergt in seinem Kuhstall viele Rauchschwalben, etwa zehn Nester. Ihm wurde dafür ein künstliches Mehlschwalbennest überreicht.