Bodo Mahns gewinnt Wahl überdeutlich

Küsschen von Ehefrau Silke. Noch auf dem Parkplatz vor dem Rathaus feierte Bodo Mahns seinen Wahlsieg. Neben seiner Frau waren auch seine beiden Töchter Charlotte und Johanna Greta dabei um ihrem Vater zu gratulieren. Mahns Sohn stieß erst später dazu.
 
Wahlleiter Peter Kühlewindt verkündet das Ergebnis.

Sozialdemokrat erhält 71,59 Prozent der Stimmen / Vanessa Lauenstein sammelt 28,41 Prozent

Der Sozialdemokrat Bodo Mahns wird der neue Samstgemeindebürgermeister in Lutter. Dies entschieden gestern die Wähler. Insgesamt konnte der 56-Jährige laut dem vorläufigen Wahlergebnis 71,59 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinigen. Seine Kontrahentin, die Christdemokratin Vanessa Lauenstein, brachte es auf 28,41 Prozent der Stimmen.
Mahns zeigte sich nach dem eindeutigen Ergebnis der Wahl überglücklich und feierte mit seiner Familie, Parteigenossen sowie Kollegen aus der Mordkommission der Polizeiinspektion Salzgitter seinen Sieg im Restaurant „Blickpunkt“. Gegenüber dem „Beobachter“ betonte Mahns, dass er mit einem solch klaren Ergebnis nicht gerechnet habe. „Mit einem Ergebnis von über 70 Prozent habe ich nicht gerechnet. Der hohen Verantwortung die aus diesem großen Vertrauen der Wähler resultiert bin ich mir bewusst. Ich freue mich auf die Arbeit, doch heute Abend wird erst einmal gefeiert“, so der strahlende Sieger.
Bodo Mahns, und das war schon im Vorfeld des gestrigen Urnengangs, voraussehbar, hat das Rennen um den Chefsessel in der Samtgemeinde Lutter am Ende gewonnen. Dass das Votum der Wähler ab so überdeutlich ausfällt, damit war trotz der sozialdemokratisch geprägten Samtgemeinde nicht voraussehbar. In allen sieben Wahllokalen erreichte Mahns die Mehrheit.
Besonders in seinem Heimatort Alt Wallmoden feierte der 56-Jährige einen enormen Erfolg. Dort votierten 84,44 Prozent der Wähler für ihren Bodo. Ähnlich erfolgreich gestaltete sich die Wahl für ihn auch im Flecken Lutter (74,53 Prozent) sowie in der gesamten Gemeinde Wallmoden (Bodenstein und Neuwallmoden), wo er 79,09 Prozent der Wählerstimmen für sich gewinnen konnte. Einzig in der Gemeinde Hahausen schwächelte Mahns ein wenig, es reichte aber dennoch für eine Mehrheit von 54,33 Prozent.
Vanessa Lauenstein war entgegen ihrer Ankündigung nicht zur Stimmenauszählung im Rathaus erschienen, sondern schickte ihren Ehemann vor. Der erklärte gegenüber unserer Zeitung, dass seine Frau sich zu Hause um das kranke Kind kümmern müsse. In Vertretung seiner Frau bewertete Matthias Lüer das Ergebnis als „gar nicht so schlecht“ und „es sei auch nicht niederschmetternd“. Auch Bernd-Dieter Günther, Vorsitzender des CDU-Samtgemeindeverbandes in Lutter, zeigte sich mit dem Abschneiden von Vanessa Lauenstein zufrieden. „Wir haben das Möglichste getan um bei dieser Wahl erfolgreich zu sein. Zudem sind wir eben keine CDU-Gemeinde“, so Günther. In Richtung von Vanessa Lauenstein sagte der CDU-Chef, dass er großen Respekt vor ihrem Mut habe. „Ich bin Vanessa dankbar, dass sie sich dieser Herausforderung gestellt hat“, erklärte CDU-Mann Günther.
Der CDU-Kreisverbandsvorsitzende und Landtagsabgeordnete Rudolf Götz bezeichnete das Abschneiden von Vanessa Lauenstein als „beachtenswert“ und kommentierte den Wahlsieg von Bodo Mahns mit den Worten: „Mit Herrn Mahns hat der Favorit klar gewonnen.“
Die Wahlbeteiligung am gestrigen lag bei 49,21 Prozent und liegt damit deutlich unter den Werten vergangener Wahlen. Zum Vergleich im Jahr 1998 gingen 79,46 Prozent und im Jahr 2006 60,13 Prozent zur Wahl. Die vergangenen Bürgermeisterwahlen fielen jedoch mit Landtags- beziehungsweise Kommunalwahlen zusammen.