Brandschützer blieben von Ernstfällen verschont

Ortsbrandmeister Bernhard Neumann (3. von links) konnte SG-Bürgermeister Peter Kühlewindt (vorn) und Gemeindebrandmeister Hans-Hermann Beltau begrüßen. (Foto: Kiehne)
 
Lichte Sitzreihen bei der Jahreshauptversammlung: Die Ortsfeuerwehr Neuwallmoden plagen Nachwuchssorgen. (Foto: Kiehne)

Ein ruhiges Jahr 2010 für Neuwallmodener Wehr / Thema Winterdienst mit SG-Bürgermeister diskutiert

Auf insgesamt 60 Dienste und damit 733 geleistete Stunden blickt die Freiwillige Feuerwehr in Neuwallmoden zurück. Ortsbrandmeister Bernhard Neumann ließ während der Jahreshauptversammlung, die am vergangenen Sonnabend im Dorfgemeinschaftshaus stattfand, dennoch ein ruhiges Jahr Revue passieren. Von Einsätzen blieb man verschont.

Von Ulrich Kiehne

Neuwallmoden. Die erwähnten 60 Dienste teilen sich auf in 22 Übungsdienste, eine Alarmübung, Vorträge, Dienstbesprechungen, Kommandositzungen, Verkehrssicherungen und auch ein Fest. Das Fahrzeug der Wehr legte im vergangenen Jahr exakt 494 Kilometer zurück. Es ist mittlerweile fast 16 Jahre alt und hat bereits 15340 Kilometer auf dem Buckel. Es ist auch diesmal wieder ohne Beanstandungen durch den TÜV gekommen. „Nicht zuletzt auch wegen des trockenen Gerätehauses“, wusste Ortsbrandmeister Neumann zu berichten.
Der Ausbildung wurde ebenfalls wieder Rechnung getragen, und natürlich wurde auch das traditionelle Osterfeuer wieder ausgerichtet. Im heißen Sommer 2010 wurde Nothilfe geleistet, als der Sportplatz mehrfach gewässert werden musste.
Das Feuerwehrfest in Harlingerode wurde von den Neuwallmodenern besucht und hier fand auch die Kreisdelegiertentagung statt, die eine Abordnung der Wehr Neuwallmoden ebenfalls besuchte.
Eine Alarmübung wurde im November mit den Wehren Bodenstein und Alt Wallmoden durchgeführt. Hier wurde ein Scheunenbrand auf dem Hof Probst mit Suche einer verletzten Person simuliert. Ein besonderer Dank galt in diesem Zusammenhang Wehrmitglied Jürgen Probst, der seinen Hof für die Alarmübung zur Verfügung gestellt hatte. Vom Hochwasser blieb Neuwallmoden in 2010 verschont. Dank einer neuen Pegellatte in Lutter bekommt Wehrchef Neumann die Daten über den Wasserstand nun per E-Mail. Einmal stieg das Wasser bis zu 40 Zentimeter unter der Brücke. Da war es kritisch, passiert ist gottlob nichts.
Sorgen bereitet der Wehr der hohe Altersdurchschnitt und die Tatsache, dass mit Alfred Mehrdorf nur ein einziger Atemschutzgeräteträger zur Verfügung stehe. Man sucht auch in Neuwallmoden dringend Wehrnachwuchs. Aber das gestaltet sich schwierig. „Die Personallage ist nicht zu verherrlichen“, so Samtgemeindebrandmeister Hans-Hermann Beltau.
Derzeit verfügt die Neuwallmodener Feuerwehr über 22 aktive sowie 17 fördernde und neun Mitglieder in der Altersabteilung. Summa summarum ergibt sich eine Mitgliederzahl von 48. Zügig und problemlos verliefen die Regularien. Schriftführer Alfred Mehrdorf verlas das Protokoll, und nach dem Bericht des Ortsbrandmeisters gab Heinz Börker den Kassenbericht ab. An dem gab es natürlich nichts zu rütteln und so wurde dem Kommando auch Entlastung erteilt.
Als Gast wohnte der Versammlung neben Samtgemeindebrandmeister Hans-Hermann Beltau auch SG-Bürgermeister Peter Kühlewindt bei. Beide würdigten das Engagement der Wehr unter den genannt schwieriger werdenden Rahmenbedingungen. Eine kurze Diskussion flammte dann noch einmal beim Thema Räumdienst im Winter auf. Klar, nach den heftigen Schneefällen im Winter 2010/11 gab es auch in der Samtgemeinde Lutter Probleme. Ob man denn die Hydranten nicht freiräumen könne, wurde angefragt. Hier nahm Peter Kühlewindt seine „Winterdienstler“ in Schutz. Was der Winterdienst in der Samtgemeinde leiste, sei beachtlich. Zusätzliche Aufgaben und spezielle Sonderwünsche könnten da aber nicht mehr erfüllt werden. Das sah die Feuerwehr natürlich auch ein.
Der nächste Dienstabend der Feuerwehr Neuwallmoden findet bereits am morgigen Freitag, 11. Februar, um 19 Uhr statt.