Dem Hausschwamm keine Chance

Mit vereinten Kräften wird aktuell die St.-Georg-Kirche in Lutter saniert. Der Hausschwamm hat das linke Hauptschiff des Gotteshauses befallen. Zahlreiche freiwillige Helfer unterstützen des Kirchenvorstand bei den Sanierungsarbeiten.

Neuer Fußboden für Lutteraner St.-Georg-Kirche / Helfer lassen sich auch von Baustopp nicht unterkriegen

Die Lutteraner Kirche erfüllt nun schon seit über einem Jahrhundert ihren Zweck und lockt die Einwohner zum wöchentlichen Gottesdienst. Doch nun ist sie wegen Bauarbeiten geschlossen.

Schon seit dem ersten Januarwochenende arbeiten über 20 Personen in der St.-Georg- Kirche, um dort bald wieder gemeinsam Gottesdienst feiern zu können. Spätestens im Februar, wenn der Vorstellungsgottesdienst der Konfirmanden stattfindet, sollen die Arbeiten in dem Gotteshaus beendet sein.
Grund für den aufwendigen Umbau ist der Hausschwamm, der das linke Hauptschiff der Kirche befallen hat, und somit eine Erneuerung des Fußbodens erfordert.
Nach langen gemeinsamen Überlegungen entschied sich der Kirchenvorstand dafür, die notwendige Sanierung in Eigenregie zu schultern. Dies hat schließlich schon einmal geklappt. Denn vor gut 20 Jahren wurde der Fußboden auf der rechten Seite auf ähnliche Weise erneuert und ist deshalb nicht sanierungsbedürftig.
Die Arbeiten begannen damit, die dreizehn Holzbänke im betroffenen Kirchenschiff auf die Sitzplätze der unbeschädigten Seite zu stapeln und im Anschluss daran die alten Fußbodenbretter auszubauen. Eine Arbeit, die in Anbetracht des stolzen Gewichts der Bänke nicht unbedingt einfach war.
Um Staub und Dreck in den nicht restaurierungsbedürftigen Bereichen zu verhindern, wurden diese mit Planen verhängt. So ist der vordere Bereich der Kirche an den Seiten und der Decke sicher abgegrenzt und Altarraum und Orgel werden nicht beschädigt.
Aufgrund der vielen helfenden Hände wurde in der letzten Woche bereits viel geschafft, und das, obwohl außer einem kleinen Bagger keine maschinelle Hilfe vor Ort war. Das in der zweiten Sanierungs-Woche durchgeführte Gutachten, sollte lediglich als Routinemaßnahme zur Feststellung des nicht mehr vom Schwamm angegriffenen Bodens dienen. Beim Gutachten anwesend waren der Sachverständige Helge Reuss sowie Herr Schuseil und Herr Bothe vom Baureferat der Landeskirche Wolfenbüttel. Diese hatten vor anderthalb Jahren schon einmal ein Gutachten in der Kirche durchgeführt, bei dem sie den Bestand des Hausschwammes im Kirchenboden entdeckten.
Das Ergebnis des aktuellen Gutachtens waren zwar reine Böden ohne Schimmelpilzbefall, jedoch wurde bei den neuen Balken aufgrund des Wetters eine zu hohe Feuchtigkeit festgestellt, sodass diese für einen Einbau nicht geeignet waren.
Obwohl das Betonfundament für den neuen Boden inzwischen bereits steht, müssen die Balken nun erst umgetauscht werden und die Umbauarbeiten waren bis Beginn dieser Woche auf Eis gelegt. Das fleißige Helferteam ließ sich davon jedoch nicht entmutigen und begann bereits am Tag nach dem Gutachten damit, die nicht nutzbaren Balken wieder aus der Kirche zu schleppen.
Gestern wurde nun die zweite Ladung Balken geliefert, die dieses Mal hoffentlich den Augen des Gutachters standhält. Die Umbauarbeiten sollen dann so schnell wie möglich fertiggestellt werden, was angesichts der Anzahl der Mitarbeiter leicht zu schaffen sein sollte.
Dies ist neben den Mitgliedern des Kirchenvorstandes vor allem den vielen freiwilligen Helfern der Gemeinde zu verdanken. Als positiver Nebeneffekt wird also auch das Miteinander und der Zusammenhalt der Dorfbewohner gestärkt. Die Vorfreude der Gemeindemitglieder auf den neuen Fußboden ist auf jeden Fall groß und wird mit Spannung erwartet.