Die Ehe wird von Jahr zu Jahr besser und harmonischer

Das Ehepaar Marianne und Klaus Süpke feiern heute ihre Goldene Hochzeit.

Das Lutteraner Ehepaar Marianne und Klaus Süpke feiert heute das Fest der Goldenen Hochzeit

Am heutigen Tag feiern Marianne und Klaus Süpke das Fest der goldenen Hochzeit, und sie sagen, 50 Jahre nach der Eheschließung, dass sie diesen Schritt nie bereut haben, und ihre Ehe von Jahr zu Jahr besser wird. Das mag vielleicht vor allem daran liegen, dass man im Laufe der Jahrzehnte lernt, die Marotten des anderen nicht mehr so auf die Goldwaage zu legen, oder einfach daran, und das machte ein Besuch bei dem Jubelpaar deutlich, dass sich die Beiden gesucht und gefunden haben.
Der Anfang ihrer Liebesgeschichte ist eigentlich gar nicht so eindeutig zu terminieren. Es begab sich am 18. Juni 1960 als der damals 20-jährige Klaus mit dem CVJM (Christlicher-Verband-Junger-Menschen) im Steinbruch Ostlutter zeltete. Dort kam es zur ersten Begegnung mit seiner zukünftigen Ehefrau, einen Tag vor ihrem 16. Geburtstag. Die beiden gastierten zusammen mit anderen jungen Erwachsenen in den „Lutter-Stuben“. Marianne sollte aber eigentlich um 22 Uhr wieder zu Hause sein. Das hatte ihre Mutter gefordert. Als sie aber nicht wie vereinbart nach Hause kam, machte sich die Mutter auf die Suche und lief den beiden vor der Tür der „Lutter-Stuben“ in die Arme. Wutentbrannt forderte sie ihre Tochter auf sofort nach Hause zu kommen und drohte dem jungen Klaus, wenn „er nicht sofort sein vorlautes Mundwerk halten würde, Schläge mit dem Gürtel an.“
Trotz dieses unerfreulichen Aufeinandertreffens durfte Marianne am nächsten Tag, also an ihrem Geburtstag, einige der Jungs aus dem Zeltlager zum Kaffeetrinken einladen.
Nach dem Ende des Zeltlagers kehrte Klaus nach Altlebenstedt zurück, wo er bei seiner Großmutter lebte. Warum sich die Beiden trotz der großen Entfernung immer wieder getroffen haben, hing damit zusammen, dass sich ein Freund von Klaus in die Freundin von Marianne verliebt hatte. Da er nicht alleine den langen Weg nach Lutter auf sich nehmen wollte überredete er seinen Freund Klaus ihn zu begleiten. Diese gemeinsamen Fahrten erfolgten rund ein Jahr. Dann trennte sich der Freund von Mariannes Freundin. Klaus hatte aber trotzdem noch große Lust Marianne zu besuchen und nahm die Fahrt nun alleine in Angriff. So begab es sich das er nahezu jeden Tag mit dem Fahrrad von Altlebenstedt nach Lutter radelte, bis er seinen Dienst bei den Fallschirmjägern in Böblingen antrat.
Die Verlobung erfolgte dann am 30. Juni 1961. Am 31. Dezember 1962 gaben sich die beiden schließlich das Ja-Wort und zogen gemeinsam in das Elternhaus von Marianne. Dort leben sie noch heute.
In Lebenstedt hatte Klaus Süpke nach der Schule eine Ausbildung zum Klempner und Installateur gemacht. Von 1962 bis 1971 arbeitete er bei der Firma Schmalbach in Seesen (heute Ardagh). Marianne absolvierte eine Ausbildung zur Bürokauffrau bei der Firma Homann in Lutter. Später wechselte sie für 30 Jahre zum ehemaligen Kaufhaus Meinecke, wo sie für den Einkauf zuständig war. Klaus Süpke wechselte nach seinem Engagement bei Schmalbach zur Firma Lange nach Langelsheim, wo er erst als Betriebsinstallateur und später als Chauffeur des Firmenchefs arbeitete.
Ihre Tochter Sabine bekam das Ehepaar am 7. Januar 1964.
Heute sind die beiden Rentner vor allem im Lutteraner Vereinswesen aktiv. Ihre große Leidenschaft gilt vor allem dem Harzklub-Zweigverein Lutter. Aber auch im Sozialverband und im örtlichen Sportverein engagieren sich die Eheleute.
Klaus Süpke dürfte einigen Lesern überdies auch als Fotograf für die Seesener Heimatzeitung bekannt sein. Bei vielen Veranstaltungen in der Samtgemeinde hat Klaus Süpke immer seinen Fotoapparat dabei und versorgt die Redaktion mit hervorragenden Aufnahmen.
Die Redaktion des „Beobachter“ wünscht dem Ehepaar für das neue Jahr alles Gute und natürlich noch viele gemeinsame schöne Jahre.