Die Harzer-Wandernadel bekommt Konkurrenz

Die Harzer-Wandernadel mit ihren zahlreichen Stempelstellen (unter anderem hier an der Tränkebachhütte bei Seesen) ist eine Erfolgsgeschichte. Das Nördliche Harzvorland, wozu auch die Samtgemeinde Lutter gehört, ist nach Ansicht der Verantwortlichen zu weit vom Harz entfernt. Deshalb soll nun ein eigenes Stempelstellennetz verwirklicht werden. Mit diesem ehrgeizigen Projekt wollen die Kommunen der „ILE-Region“ Nördliches Harzvorland Besucher anlocken. Eröffnet werden soll das Stempelstellennetz bereits im F

„ILE Region“ Nördliches Harzvorland will eigenes Stempelstellennetz noch in diesem Jahr eröffnen

Der Harzklub-Zweigverein Lutter am Barenberge hatte sich im vergangenen Jahr mit einer Stempelstelle an der beliebten Harzer Wandernadel beteiligt. Der Stempel, der an sehenswerten Ausflugziegeln in einer hölzernen Box baumelt, befand sich auf dem Jägerhaus im Hainberg. Nach nur kurzer Zeit wurde die Stempelstelle, sehr zum Ärger der Harzklub-Verantwortlichen, wieder abgebaut. Die Begründung: „Die Distanz zum Harz ist zu groß und deshalb kann die Stempelstelle dort nicht langfristig aufrecht erhalten werden.“
Auf Anregung von Gerhard Brunke, 1. Vorsitzender des Harzklubs Lutter und Mitglied in der Projektgruppe „ILE-Freizeitstempel“, wurde die Planung für ein Stempelstellennetz der ILE-Region Nördliches Harzvorland aufgenommen.
Die Samtgemeinde Lutter, als federführende Kommune, hat nun einen Förderantrag beim Landesamt für Geoinformation und Landesentwicklung Niedersachsen (LGLN) gestellt.
Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich nach vorläufigen Berechnungen auf rund 12.000 Euro. Sollte dem Förderantrag der Samtgemeinde stattgegeben werden, kann mit einem Zuschuss von 50 Prozent gerechnet werden. Den Restbetrag müssen die neun beteiligten ILE-Kommunen aufbringen.
Als Begründung für die Etablierung eines Stempelstellennetzes im Nördlichen Harzvorland führen Brunke und seine Mitstreiter die positiven Eigenschaften des Wanderns ins Feld.
„Wandern liegt im Trend und deshalb wollen dieses wunderbare Projekt auch zeitnah realisieren“, so Harzklub-Chef Brunke.
In einer ersten Auflage sollen 15.000 Stempelpässe für die ILE-Region gedruckt werden. Die Stempelstellen sollen, wie auch bei der Harzer Wandernadel, den Wanderern einen Anreiz liefern, auch ihnen bisher unbekannte Gebiete zu erkunden.
Für das Gebiet der Samtgemeinde Lutter sind insgesamt sechs Stempelstellen in Planung. Kombiniert wird das ganze in vier Rundwanderwegen.
Auf dem „Rundwanderweg I“ lernen die Wanderer den Walderlebnispfad im Eidech­sengrund kennen. Die Stempelstationen befinden sich an der Aussichtsplattform „Schlacht bei Lutter am Barenberge“ und an den beiden sehr alten Eichen, die auf den Namen „Oma und Opa“ getauft wurden, in unmittelbarer Nähe zur Ohe-Hütte.
Der „Rundwanderweg II“ führt durch die Bodensteiner Klippen. Die Stempelstelle soll an der „Sofaklippe“ eingerichtet werden.
Der dritte Rundwanderweg führt von Lutter am Barenberge, nach Ostlutter vorbei an der Ruine der Pagenburg. Die Stempelstelle soll sich im Steinbruch Ostlutter befinden.
Der vierte Rundwanderweg im Bunde soll den Besuchern und Wanderern das Gebiet rund um Alt Wallmoden näherbringen. Stempelstationen sind am „Cholera-Friedhof“ und am Kieswerk vorgesehen.
Das gesamte Projekt ist sehr ehrgeizig aber auch eine sehr besondere Kooperation. Ziel der ILE-Projektgruppe ist es, das Stempelstellennetz im Nördlichen Harzvorland im Frühjahr 2013 zu eröffnen.
Ergänzungen und Anregungen stehen die Mitglieder der Projektgruppe stets offen gegenüber.