Drehorgeln erklingen im Heimatmuseum

Ruth Ehlert (2. von links) spielte mit ihrer Drehorgel die Melodie, Hardi Ehlert die Begleitung. (Foto: Süpke)

Museums- und Kulturverein organisiert diesmal eine musikalische Veranstaltung

Orchesterklänge im Lutteraner Heimatmuseum: Wer dem Ganzen auf den Grund gehen wollte, war überrascht. Denn nicht zahlreiche Musiker, sondern Ruth und Hardi Ehlert vom Drehorgelorchester Harzland standen an diesem Abend vor dem erwartungsvollen Lutteraner Publikum. Mitgebracht hatten sie zwei Drehorgeln, die eine große musikalische Bandbreite abdeckten. Einmal eine Veranstaltung der anderen Art im Veranstaltungskalender des Museums.
Hardi Ehlert gründete im Jahr 1986 das Drehorgelorchester. Seit 1990 ist Ruth Ehlert dabei. Wenn die beiden Braunschweiger auf Tour sind, dann sind die Rollen klar verteilt: Ruth Ehlert spielt mit ihrer Drehorgel die Melodie, Hardi Ehlert liefert die Begleitung. Schon entsteht der orchestrale Klang.
Für ihr 90-minütiges Konzert in Lutter hatten sie neben Stimmungsliedern wie „Die kleine Kneipe”, aber auch klassische Werke wie „Der Vogelfänger” oder „Morgenstimmung” mitgebracht. „Mein Hut, der hat drei Ecken” war ebenso zu hören wie die „99 Luftballons”.
Neben der Musik lieferten die beiden auch Wissenwertes zu ihren mechanischen Musikinstrumenten. Hergestellt wurden sie von der Firma Orgelbaumeister Hofbauer GmbH aus Göttingen. Früher lieferten drei Walzen die Musik, heute läuft das mechanisch ab. Durch die Drehbewegung der Kurbel wird bei mechanisch/pneumatischer Steuerung auch der Programmträger bewegt.
Die nächste Veranstaltung im Lutteraner Heimatmuseum lässt nicht lange auf sich warten. Am Freitag, 9. Juni, steht ein Vortrag an. Ab 19 Uhr referiert die Mechtshäuserin Hildegard Reinecke, Vorsitzende des Förderkreises Wilhelm-Busch-Haus Mechtshausen, über das Thema „Wilhelm Busch – Mehr als Max und Moritz”. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr.