Ein bewegtes Adieu für Peter Kühlewindt

Für den verdienten Ruhestand erhielten Peter Kühlewindt und seine Ehefrau Birgit von den Mitarbeitern der Verwaltung gemütliche Gartenstühle für gemeinsame Stunden der Erholung.
 
Rappelvoll. Zahlreiche Gäste mussten mit einem Stehplatz Vorlieb nehmen.

Lutters langjähriger Samtgemeindebürgermeister von Weggefährten und Freunden verabschiedet

Seit drei Wochen führt Bodo Mahns nun bereits als neuer Samtgemeindebürgermeister die Amtsgeschäfte im Lutteraner Rathaus. Doch der vergangene Freitagabend in der Aula der Kurt-Klay-Schule, der war ganz Mahns Vorgänger gewidmet, Lutters langjährigem Samtgemeindebürgermeister Peter Kühlewindt, dessen Schritt in den Ruhestand eine große Lücke auf dem kommunalpolitischen Parkett der Region hinterlassen wird.
Über 25 Jahre hat Kühlewindt die Geschicke der Samtgemeinde Lutter geleitet. Zunächst als ehrenamtlicher Bürgermeister und seit 1998 mehr als zwei Wahlperioden lang als hauptamtlicher Samtgemeindebürgermeister.
Zu den vielen Gästen, die den „roten Peter“ am Freitag verabschiedeten, ihm für seine Verdienste dankten und sein unermüdliches Engagement lobten, gehörten unter anderem der stellvertretende Landrat Horst Brennecke, die SPD-Landtagsabgeordnete Petra Emmerich-Kopatsch, Hahausens Bürgermeister Henri Hoffmeister sowie Berthold Ernst, Geschäftsführer des niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes (NSGB).
Karin Rösler-Brandt, Bürgermeisterin des Fleckens Lutter und Vorsitzende des Samtgemeinderates, die die Abschiedsveranstaltung charmant moderierte, zeigte sich ob der großen Gästezahl überwältigt und sagte in Richtung von Peter Kühlewindt: „Große Abschiede sind nicht deine Sache, und du hast es dir in diesem Punkt auch nicht leicht gemacht. Aber ich denke, dass dir diese Veranstaltung gefallen dürfte, denn alle Menschen die heute Abend hier sind, sind besondere Menschen und gleichermaßen wichtig, weshalb die Erwähnung bestimmter Namen nichts zur Sache tut.“
Hahausens Bürgermeister Henri Hoffmeister, der eine höchst amüsante Rede hielt, dankte Peter Kühlewindt dafür, dass er so lange mit ihm in der Kommunalpolitik arbeiten durfte. Mit Blick auf seinen Schritt in den Ruhestandt sagte Hoffmeister mit einem Augenzwinkern: „Lieber Peter, eigentlich ist dieser Abend keine schöne Sache, denn wir verlieren heute eine große Persönlichkeit, der die Samtgemeinde viel zu verdanken hat.“ Hoffmeister erwähnte in seinen Dankesworten auch die vielen Verdienste von Peter Kühlewindt. Als Beispiele nannte er unter anderem den Bau von zwei Kindergärten, die Erschließung des Gewerbegebietes in Lutter sowie die Ausweisung attraktiver Baugebiete. „In allem was in den vergangenen Jahrzehnt geschehen ist“, so Hoffmeister, „hatte Peter überall seine Finger drin.“
Einen höchst launigen Beitrag lieferte auch Goslars stellvertretender Landrat Horst Brennecke. Dieser sagte mit Blick auf ein mögliches Engagement Peter Kühlewindts in der Kreispolitik, dass er sich dem Hobby des Imkers zuwenden sollte, denn seine Vorgänger in der SPD-Kreistagsfraktion, unter anderem Hahausens Bürgermeister Henri Hoffmeister, hätten die Genossen stets mit leckerem Honig aus der Region Lutter versorgt.
Berthold Ernst, Geschäftsführer des NSGB, dankte Kühlewindt für sein großes Engagement und bezeichnete ihn an dieser Stelle als ein „kommunales Urgestein“, dessen Arbeit höchsten Respekt verdiene. Ferner bezeichnete er Lutters ehemaligen Verwaltungschef auch als Speerspitze des Städte- und Gemeindebundes im Landkreis Goslar. Für seine Verdienste zeichnete Ernst Kühlewindt schließlich noch mit der goldenen Ehrennadel aus.
Uwe Rewitz, Fraktionsvorsitzender der SPD im Rat des Fleckens Lutter, dankte Kühlewindt ebenfalls für sein Wirken. Sinngemäß sagte er: „Wir haben heute Abend eindrucksvolle Zahlen und Fakten gehört, die Ausdruck einer beeindruckenden politischen Vita sind.“
Auch die Landtagsabgeordnete Petra Emmerich-Kopatsch lobte die Arbeit von Peter Kühlewindt. Dabei hob sie vor allem seinen „ruhigen Politikstil“ hervor, der dazu geführt habe, dass in Lutter wenig Reibereien an der Tagesordnung standen.
Weitere Berichterstattung und Bilder über den bewegenden Abschied von Peter Kühlewindt veröffentlicht der „Beobachter“ in seiner morgigen Ausgabe.