Eine Institution feiert Geburtstag

Die Kindergartenkinder sorgten mit einigen Liedvorträgen für Unterhaltung.
 
Gute Laune herrschte schon bei der offiziellen Feierstunde am Vormittag.

Kindergarten Lutter blickte mit großem Fest auf 50-jähriges Bestehen zurück

Mit einem großen Fest wurde am Samstag das Jubiläum des Kindergartens Lutter gefeiert. Seit 50 Jahren können sich Eltern auf eine qualifizierte Betreuung ihres Nachwuchses verlassen, die über die Jahrzehnte stetig weiterentwickelt wurde und heute höchste Ansprüche erfüllt.
Den Auftakt der Feierlichkeiten bildete eine offizielle Feierstunde, bei der Samtgemeindebürgermeister Peter Kühlewindt sehr detailliert die Geschichte der Kinderbetreuung in Lutter nachzeichnete. Dabei erwähnte er beispielsweise die ersten 30 Kinder, die im Lutteraner Kindergarten betreut wurden, sogar namentlich. Ferner ging der Verwaltungschef auf die Entwicklungen in der Kinderbetreuung ein, die auch in Lutter nicht folgenlos blieben.
Wurden in den 60er Jahren die Kinder erst mit fünf Jahren im Kindergarten aufgenommen, und in den 80er Jahren noch eine Diskussion darüber geführt wurde, ob der Nachwuchs schon mit drei Jahren reif für den Kindergarten sei, so liegt das Aufnahmealter heute bei nur einem Jahr.
Und auch ein Blick auf die Entwicklung der monatlichen Gebühren zeigt, dass sich in den vergangenen 50 Jahren einiges getan hat. So stieg die Gebühr von 16 D-Mark in den 60er Jahren auf 100 D-Mark in den 80er Jahren bis auf 130 Euro, die heute fällig werden.
Und natürlich führte Kühlewindt auch all die Menschen auf, die sich in den vergangenen Jahren um die Kinderbetreuung verdient gemacht haben. Ein Name fiel dabei besonders häufig. Es war der Name Renate Meiners, die seit 40 Jahren die Geschicke des Kindergartens leitet. Peter Kühlewindt würdigte ihr Engagement mit dem Satz: „Ich kann mir den Kindergarten in Lutter ohne Renate Meiners beim besten Willen nicht vorstellen“. Heute wird das 40-jährige Dienstjubiläum von Renate Meiners übrigens im Rathaus begangen. Doch bescheiden wie die Leiterin des Lutteraner Kindergartens nun einmal ist, wollte sie kein großes Aufsehen darum machen.
Und natürlich skizzierte Kühlewindt auch den baulichen Werdegang des Kindergartens. 1982 wurde das im Jahr 1963 errichtete Gebäude erweitert, um den wachsenden Ansprüchen zu genügen. 2003 folgte dann der Grundsatzbeschluss einen Neubau zu erbauen, der im Jahr 2005 fertiggestellt wurde.
Ferner ging Kühlewindt auch auf die Rolle des „Deutschen Roten Kreuz“ ein, das die ersten Jahre als Träger des Kindergartens fungierte. Später wurde diese Aufgabe dann von der Gemeinde übernommen, da die ehrenamtliche Betreuung der Kinder an ihre Grenzen stieß.
Die Kindergartenkinder beteiligten sich natürlich auch an der offiziellen Feierstunde. Sie begrüßten die Gäste zu Beginn mit drei wunderbar vorgetragenen Liedern.
Am Nachmittag zogen Kinder und Gäste dann bei strahlendem Sonnenschein mit einem imposanten Umzug durch die Gemeinde. Angeführt vom Musikkorps Hans-Heinrich-Hütte zog die bunte Karawane von der Bachstraße über die Kiekwiese in Richtung „In der Faust“, um dann über die Heinrich-Jasper-Straße wieder zum Kindergarten zurückzukehren.
Den ganzen Nachmittag über wurde dann noch kräftig gefeiert. Neben zahlreichen Spielen wie einem Tortenlauf hatten die Besucher auch die Möglichkeit, sich auf eine kleine Zeitreise zu begeben. Auf Stellwänden waren unter anderem alte Fotos angebracht und ein kleines Museum zeigte Gegenstände aus den 60er Jahren. Eine große Tombola, die dank einer Vielzahl von Sponsoren mit zahlreichen Preisen lockte, rundete das gelungene Fest ab.