Einsatzleitwagen im Blickpunkt

Seesens Stadtbrandmeister Jürgen Warnecke informierte die Mitglieder des Feuerschutzausschusses über Beschaffung und Ausstattung eines Einsatzleitwagens. (Foto: Süpke)

Feuerschutzausschuss tagte: Klare Beschlussempfehlung für Maximilian Seifert als neuer Ortsbrandmeister

Quasi Nachbarschaftshilfe leistete am vergangenen Montag Seesens Stadtbrandmeister Jürgen Warnecke in Lutter am Barenberge.

Genauer gesagt vor der Samtgemeindeverwaltung in dem Flecken. Dort hatten sich im Rahmen ihrer jüngsten Sitzung die Mitglieder des Feuerschutzausschusses des Rates der Samtgemeinde unter Vorsitz von Jan Düerkop (SPD) eingefunden. Dass Jürgen Warnecke nicht mit seinem Privatwagen, sondern mit dem Einsatzleitwagen (ELW) der Ortsfeuerwehr Seesen vorgefahren war, hatte seinen guten Grund. An diesem Abend ging es nämlich für die Ausschussmitglieder darum, sich über die Beschaffung und die Ausstattung eines solchen ELW gründlich zu informieren. Hintergrund ist der, dass die Samtgemeinde die Anschaffung eines solchen Wagens plant. „Das Geld dafür ist bereits im Haushalt eingestellt; jetzt geht es lediglich noch um Fragen des Fahrzeugtyps und um Einzelheiten der Ausstattung, dann kann recht zeitnah die Ausschreibung erfolgen“, machte Samtgemeindebürgermeister Bodo Mahns auf Anfrage deutlich.
Ein weiterer wichtiger Punkt, den es an diesem Abend zu besprechen galt, betraf die Zukunft der Ortsfeuerwehr Lutter. Bekanntlich hatten sowohl Ortsbrandmeister Carsten Sommer als auch dessen Stellvertreter Hermann Sperling aus persönlichen Gründen um Entlassung aus ihren Funktionen gebeten. Doch es gibt bereits potenzielle Nachfolger. In einer Mitgliederversammlung der Lutteraner Brandschützer wurden als Kandidaten der bisherige Atemschutzgerätewart Maximilian Seifert (Ortsbrandmeister) und Kai Gottschlich (Stellvertreter) gewählt. Eine Wahl, gegen die die Mitglieder des Feuerschutzausschusses keine Bedenken haben. Sie sprachen am Montagabend in beiden Fällen eine Beschlussempfehlung an den Samtgemeinderat aus, der in seiner nächsten Sitzung am 22. September (20 Uhr, Rathaussaal) über diese Personalien endgültig zu befinden hat. Auch Kreisbrandmeister Uwe Fricke hat bereits „grünes Licht“ gegeben.
Zu weit aus dem Fenster wird man sich wohl nicht lehnen mit der Behauptung, dass Maximilian Seifert mit seinen 22 Jahren dann zu den jüngsten Ortsbrandmeistern überhaupt in Deutschland gehört. Rein altersmäßig fehlen ihm natürlich noch ein paar Lehrgänge, die es nun zu absolvieren gilt. Daher wird Berufsfeuerwehrmann Seifert auch noch nicht für die volle Distanz von sechs Jahren gewählt, sondern zunächst einmal kommissarisch für zwei Jahre zum Ortsbrandmeister berufen.
Gemeindebrandmeister Hans-Hermann Beltau nutzte die Ausschusssitzung schließlich, um noch einmal auf die jüngsten Einsätze zurückzublicken, zu denen leider auch einige tragische Verkehrsunfälle zählten.