Feuerwehr Ostlutter droht die Auflösung

Ostlutters Ortsbrandmeister Marcus Golis (rechts) wurde 2015 von Jörg Niehoff (stellvertretender Gemeindebrandmeister) vom Oberlöschmeister zum Hauptlöschmeister und 2016 zum Brandmeister befördert. Vorzeitig stellt Golis sein Amt jetzt zur Verfügung. (Foto: Strache)

Ortsbrandmeister Marcus Golis gibt vorzeitig Amt ab / Am 3. Februar fällt die Entscheidung

Wieder schwebt das Damoklesschwert über der Feuerwehr Ostlutter. Bei der Jahreshauptversammlung am vergangenen Sonnabend im „Dorfkrug“ wurde der Ernst der Lage bekannt. Ortsbrandmeister Marcus Golis gibt vorzeitig sein Amt auf. Eigentlich sollte ein Nachfolger gewählt und weitere Posten im Kommando besetzt werden. Dazu kam es nicht. Die Mitglieder vertagten sich auf Freitag, 3. Februar. Dann entscheidet sich bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, ob die Ortsfeuerwehr doch noch eine Zukunft hat. Schon 2011 drohte der Feuerwehr das Aus.

Zu geringe Beteiligung der Brandschützer

Freiwillige Feuerwehren leben vom Engagement der ehrenamtlichen Brandschützer. Mit Herzblut müssen sie bei der Sache sein. Doch lassen die Ostlutteraner Brandschützer das oft vermissen. Ortsbrandmeister Marcus Golis brachte es bei der Versammlung auf den Punkt: 23 Aktive führt die Feuerwehr in ihrer Kartei. Zum Vergleich: 2015 waren es 25 Aktive, 2014 waren es 26 und im Jahr 2012 waren 30 Brandschützer aktiv.
„Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr. Der Heimat zum Schutz, dem Feuer zum Trutz." Unter dem Motto wurde im Jahr 1914 die Freiwillige Feuerwehr Ostlutter gegründet. Die Historie könnte am 3. Februar nach 103 Jahren ihr jähes Ende finden. Aktuell sieht es stark danach aus. Vielleicht geschieht ja doch noch ein Wunder und die Ostlutteraner erleben ihr zweites Wintermärchen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der aktuellen Print-Ausgabe vom 11. Januar 2017.