Gedenktafel erinnert an die Gefallenen

Da kommt sie hin: Samtgemeinde-Mitarbeiter Roberto Dietl (links) und Sven Bertram bringen die Gedenktafel in Position. (Foto: Knoblich)

Standort an Kapelle auf dem Alt Wallmodener Ehrenfriedhof gefunden / Anschaffung durch Spende finanziert

Ortstermin in Alt Wallmoden: Samtgemeinde-Bürgermeister Peter Kühlewindt, der Bürgermeister der Gemeinde Wallmoden, Bodo Mahns, und Ratsherr Friedrich von Wallmoden waren gestern in der Ortsmitte auf Standortsuche.

Von Karsten Knoblich

Alt Wallmoden. Verabredet hatte man sich in der Dorfstraße, genauer gesagt am Ehrenfriedhof im Schatten der Kapelle. In einem Halbrund stehen hier die Gedenksteine für jene Alt Wallmodener, die im Ersten Weltkrieg ihr Leben ließen. Wind und Wetter haben in den vergangenen Jahrzehnten aber deutlich ihre Spuren in dem Sandstein hinterlassen. Mit anderen Worten: Die Namen der Gefallenen lassen sich nur noch schwer entziffern. So stellte sich die Frage, ob man die Schrift nicht aufarbeiten lassen sollte. „Das wäre mit immensen Kosten wohl im fünfstelligen Bereich verbunden gewesen und schied daher aus“, machte Bodo Mahns deutlich. Darüber hinaus stelle sich das Problem der Verwitterung nach Ablauf einer gewissen Zeit immer wieder, ergänzte Friedrich von Wallmoden. So machte man sich auf die Suche nach einer günstigen und vor allem dauerhaften Alternativlösung – und wurde fündig. Eine Tafel sollte hier angebracht werden, um die Namen der 19 Gefallenen weiter deutlich sichtbar in Erinnerung zu halten.
Gestern nun ging es vor Ort darum, wo die Tafel künftig ihren Platz finden soll. Man kam überein, sie an der wettergeschützten Nordseite der Kapelle anzubringen, und zwar links von der Eingangstür. Gesagt, getan: Genau dort wurde sie von den beiden Samtgemeinde-Mitarbeiterin Sven Bertram und Roberto Dietl auch gleich angebracht. Um den Kontrast zu dem altehrwürdigen Gemäuer, Teil der alten Kirche, nicht zu groß werden zu lassen, wurde als Material für die Gedenktafel übrigens durchsichtiges Plexiglas gewählt.
Erfreulich für die Samtgemeinde: Die Anschaffung belastet den Haushalt mit nicht einem einzigen Cent. Grund: Sie konnte dank einer Spende der Südhannoverschen Mühlenwerke Engelke GmbH in Höhe von 1000 Euro voll finanziert werden.
Terminlich günstiger hätte die Anbringung der Gedenktafel unmittelbar vor dem Volkstrauertag nicht fallen können. So rücken am kommenden Sonntag bei der Kranzniederlegung im Anschluss an den um 9.30 Uhr beginnenden Gottesdienst die Namen der Alt Wallmodener Gefallenen deutlich ins Bewusstsein.
Übrigens: Bei der gestrigen Zusammenkunft wurden noch in anderer Hinsicht Nägel mit Köpfen gemacht. Aus Sicherheitsgründen werden nämlich mehrere, teils morsche Bäume rund um die Kapelle gefällt.