Gelebte Regionsbildung

Samtgemeinde-Bürgermeister Peter Kühlewindt setzt den ersten Stempel in seinen Pass. Es ist die Stempelstation an den alten Eichen „Oma und Opa“ im Nauener Wald. Im Hintergrund Lutters Harzklub-Chef Gerhard Brunke (2. von rechts)

ILE-Stempelstellennetz Nördliches Harzvorland+ offiziell in Betrieb genommen

Die ILE-Region Nördliches Harzvorland+ (ILE = Integrierte Ländliche Entwicklung) und somit auch die Samtgemeinde Lutter am Barenberge sind seit gestern um einen touris­-tischen Höhepunkt reicher. Mit der Eröffnung des ILE-Stempelstellennetzes wollen die Verantwortlichen der Projektgruppe Freizeit die Region näher zusammenbringen.
Peter Kühlewindt, Bürgermeister der Samtgemeinde Lutter, die das Projekt federführend zusammen mit den acht weiteren Kooperationspartner in die Tat umsetzte, sagte anlässlich der festlichen Inbetriebnahme an der Stempelstelle „Oma und Opa“ in Nauen: „Das Stempelstellennetz ist ein Zeichen für die gelebte Regionsbildung, die wir hier in der ILE-Region Nördliches Harzvorland weiter vorantreiben wollen“
Bei dem Stempelstellennetz handelt es sich jedoch nicht um einen billigen Abklatsch oder ein Konkurrenzprodukt zur Harzer Wandernadel. Kühlewindt: „Das Stempelstellennetz ist keine Gegenveranstaltung zur Harzer Wandernadel der Harzklubs, sondern vielmehr als eine Ergänzung gedacht.“
Das Konzept, das dem Stempelnetz in der ILE-Region zugrunde liegt ist dem der Harzer Wandernadel verwandt. In den neun Kooperationskommunen gibt es insgesamt 32 Stempelstationen. Sechs davon stehen in der Samtgemeinde Lutter. Mit einem extra dafür erarbeiteten Stempelpass, den es in den Rathäusern der Kooperationspartner, in ausgewählten Gaststätten oder beim Harzklub-Zweigverein Lutter gibt, können interessierte Wanderer losziehen, sich ein Bild von den Schönheiten der Region machen, und sich nebenbei einen Stempel holen.
Wer mindestens 15 Stempel aus drei verschiedenen Kommunen sammelt, erhält bei allen beteiligten Kommunalverwal-
tungen und Tourismuseinrichtungen einen Ansteckpin.
Doch nicht nur dadurch wird der Kooperationscharakter des Projektes verdeutlicht. Denn etwa 15 Monate lang haben viele haupt- und ehrenamtlich Mitwirkende an dem Gemeinschaftswerk gearbeitet, vom ersten Projekttreffen bis zum Aufstellen des ersten Stempelhäuschens. Die Routen, die sich entlang des Stempelstellennetzes erstrecken, sind im Übrigen für die gesamte Familie geeignet. Zum einen gibt es wunderschöne Wanderwege, aber auch leichter erreichbare regionale Ausflugsziele und Spazierwege für den gemütlichen Wochenendausflug. Der Stempelpass ist natürlich kostenlos.
Kühlewindt dankte anlässlich der Eröffnung allen Mitwirkenden und stellte dabei vor allem das Engagement von Lutters Harzklub-Chef Gerhard Brunke und der Lebenshilfe Salzgitter heraus. „Ich danke natürlich allen ehrenamtlichen Helfern, Gerhard Brunke möchte ich aber besonders danken, natürlich auch, weil er aus meiner Region kommt“. Der Lebenshilfe dankte Kühlewindt für das Aufstellen zahlreicher Stempelstationen. Das Projekt hat 12.000 Euro gekostet, wobei rund 50 Prozent aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds (ELER) stammen. Den Rest teilen sich die neun Projektkommunen.
Im Anschluss an den offiziellen Teil folgte ein gemütliches Beisammensein an der OHE-Hütte mit Getränken sowie Würsten und Steaks vom Grill. Diese willkommene Stärkung hatte der Harzklub Lutter bestens organisiert.