Gelungene Rettungsaktion für Mühlenteich-Fische

Ein halbes Dutzend Mal wurden die Netze ausgelegt.

Fang von rund 700 Kilogramm beim ersten Abfischen des verschlammenden Gewässers

Während viele Schaulustige trotz fast schon winterlicher Temperaturen am Ufer des Lutteraner Mühlenteiches das emsige Treiben auf dem Gewässer verfolgten, schauten sich der hier beheimatete Schwan und ein paar Stockenten das Ganze aus nächster Nähe von der noch verbliebenen Wasseroberfläche an: Am vergangenen Samstag hatten Mitglieder des Angelsportvereins Lutter und weitere Helfer damit begonnen, den Mühlenteich abzufischen. Wie bereits berichtet, droht ihm die Verschlammung. Schon Tage zuvor war mit dem Ablassen des Wassers begonnen worden. Aufgrund dieser Maßnahme kann nun auch der Mönch auf etwaige Beschädigungen hin überprüft werden. Schließlich verlor der Mühlenteich in jüngster Vergangenheit mehr Wasser als neu hinzulief.
Die Spannung bei den ASV-Mitgliedern war bereits im Vorfeld riesengroß. „Was uns beim Abfischen letztlich ins Netz gehen wird, wissen wir selbst nicht so genau“, hatte Vereinsvorsitzender Thomas Klay schon vor Wochen bei einer ersten Vorbesprechung betont. Letztlich war die Ausbeute beachtlich. Einmal abgesehen von einer großen Menge an Teichmuscheln, befanden sich in den Netzen vor allem Weißfisch und Zander, aber auch ein großer Karpfen und eine Wasserschildkröte. Gut und gerne 700 Kilogramm dürfte der Fang auf die Waage gebracht haben. Mit den beiden Booten, die zum Einsatz kamen, konnten bei Einbruch der Dunkelheit dann sogar zwei große Welse unverletzt gefangen werden. Ein neues Zuhause werden die Friedfische nun im Neuen Teich finden, während die Raubfische künftig im Weidenteich auf Beutefang gehen können.
Die Aktion ist damit aber noch nicht beendet. Schon am kommenden Samstagvormittag folgt der Abfischung zweiter Teil. Bis dahin soll der Teich erst einmal wieder ein wenig angestaut werden, damit sich die verbliebenen Fische eventuell von der Teichmitte in Richtung Mönch orientieren. Mal sehen, was dann noch ans Tageslicht befördert wird. Bei der Aktion am zurückliegenden Samstag hatte die Feuerwehr wertvolle Hilfe geleistet, in dem sie buchstäblich „mit Hochdruck“ eine Ablaufrinne in den Schlamm spritzte.