Igelkeks-Bäcker und Kartoffel-Drucker

Hier entsteht ein Baumbild mit echten Zweigen und Blättern aus Origami-Papier.

Projektwoche zum Thema Herbst an Kurt-Klay-Schule / Am Freitag steigt auf Schulgelände das Herbstfest

Wer fleißige „Handwerker“ sehen will, der muss dieser Tage einfach nur bei der Kurt-Klay-Schule in Lutter am Barenberge vorbeischauen. Dort läuft nämlich schon seit Montag die große Herbst-Projektwoche. Dementsprechend gleicht das Innere des Schulgebäudes derzeit eher einem Bienenstock als einer Lehranstalt. In sämtlichen Räumen vom Obergeschoss bis hinab in den Keller sind die Jungen und Mädchen von der ersten bis zur vierten Jahrgangsstufe emsig bei der Sache.
Unten im Werkraum beispielsweise sind die Kinder dabei, selbst Kerzen zu ziehen. Und dabei kommt es auf gute Kondition und das richtige Zeitgefühl an. Das flüssige Wachs darf nicht zu kalt werden, und wenn die Kerze einen handelsüblichen Umfang erreichen soll, dann muss sie pro Exemplar schon etwa 50-mal eingetaucht werden.
Nur ein paar Schritte weiter, in der Küche, sind die Bäcker in Aktion. Schon lange, bevor man den Raum betritt, lässt einen der Duft von frischem Gebäck das Wasser im Mund zusammenlaufen. Hier entstehen tatsächlich Kekse, aber nicht etwa schon adventlich in Tannen-, Stern- oder Mondform. Nein, Igelkekse werden hier produziert, inklusive unwiderstehlichem Schokoladenüberzug und einer großzügige Prise Streusel obendrauf.
Ganz anders das Bild im Klassenraum der 4b. Hier steht mit der Kartoffel ein weiteres herbstliches Produkt im Mittelpunkt. Unter der Regie von Lehrerin Silke Melchert werden aus der „tollen Knolle“ Stempel hergestellt. Als Motive gibt es da beispielsweise Blätter, Stiele und einige geometrische Figuren. Damit und mit spezieller Textilfarbe werden Lesezeichen, Karten und als Gemeinschaftsproduktion sogar eine große Decke bunt bedruckt.
Währenddessen ist Walburga Krings-Schnieder im Erdgeschoss damit beschäftigt, ihren Schützlingen zu erklären, wie man am besten aus Origami-Papier „Blätter“ ausschneidet. Mit ihnen werden Baumbilder verziert; die dafür benötigten kleinen Zweige hatten die Projektteilnehmer gleich zu Beginn der ersten Schulstunde gesammelt.
Alle Projekte aufzuzählen – auch Regenschirmbilder, Filzprodukte und selbstgebaute Instrumente entstehen da – würde sicher den Rahmen sprengen. Das ist aber auch gar nicht nötig, denn die entstandenen „Werke“ kann jeder selbst bewundern – und zum großen Teil natürlich käuflich erwerben. Und das schon am kommenden Freitag, 22. September. Dann lädt die Kurt-Klay-Schule nämlich in der Zeit von 15 bis 18 Uhr zum bunten Herbstfest auf das Schulgelände ein. Neben den genannten Basteleien dürfen sich die Besucher auf Vorführungen und auch auf leckeres Essen samt Kaffee und Kuchen freuen. Eltern, Großeltern, Geschwister und alle Freunde der Schule sind dazu herzlich eingeladen. Da bleibt für Rektorin Katharina Kurzawa, das Kollegium und die Schülerschaft nur noch zu hoffen, dass dann auch das Wetter mitspielt.