Jetzt ist richtig Tempo gefragt

In rund sechs Wochen muss die Sanierung der Fassade des Heimatmuseums abgeschlossen sein. Ansonsten sind die Fördergelder des Landes Niedersachsen futsch. Kühlewindt will jetzt richtig aufs Tempo drücken und sich für eine Verlängerung der Frist einsetzen.

Fassadensanierung beim Heimatmuseum Lutter und bei DGH Neuwallmoden steht auf der Kippe

Bei den Fassadensanierungen des Heimatmuseums in Lutter und des Dorfgemeinschaftshauses in Neuwallmoden muss jetzt ordentlich aufs Tempo gedrückt werden. Dies ließ Samtgemeindebürgermeister Peter Kühlewindt bei der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Schule, Jugend und Kultur durchblicken. Demnach müssen beide Maßnahmen bis Ende Juni abgeschlossen sein, damit die bereits genehmigten Fördergelder des Landes Niedersachsens in vollem Umfang fließen.
Kann dieser Termin nicht eingehalten werden, drohen beide Vorhaben zu kippen, da die in den Haushaltsplänen bereitgestellten Mittel die Fördergelder bereits einplanen.
Beim Heimatmuseum rechnet die Verwaltung mit Gesamtkosten von knapp 45.000 Euro. Im Haushalt wurden 40.000 Euro für die Maßnahme eingeplant. Die Ausschreibungen für die Arbeiten sind bereits gelaufen, müssen jedoch noch dem Rechnungsprüfungsamt des Landkreises Goslar vorgelegt werden. Wie lange sich diese Prüfung noch hinzieht, kann nicht genau abgeschätzt werden.
Kühlewindt: „Wir müssen uns jetzt ordentlich ranhalten, wenn wir die Termine noch einhalten wollen. Eine längere Schlechtwetter-Periode könnte schon zum Scheitern des Vorhabens beitragen. Dann fängt es richtig an zu dampfen.“
Gleiches gilt auch für die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses in Neuwallmoden. Das historische Gebäude bedarf dringend einer Generalüberholung, die immense Kosten verursacht. Voraussichtlich wird die Maßnahme in Neuwallmoden 72.000 Euro verschlingen.
Und auch in Neuwallmoden hat das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen (LGLN) dem Förderantrag der Gemeinde zugestimmt. Insgesamt wurden dem Vorhaben 30.200 Euro in Aussicht gestellt. Die Ausschreibungen sind bereits erfolgt. Nun müssen die Pläne rasch in die Tat umgesetzt werden.
Kühlewindt machte im Zuge der Sitzung deutlich, dass er sich in den nächsten Tagen und Wochen verschärft ans Telefon hänge werde, um eine mögliche Verlängerung der Fristen zu erreichen. Gelingt ihm das nicht, geraten das ganze Finanzkonstrukt und die ambitionierten Sanierungspläne ziemlich ins Wackeln.
Die kurze Frist ist aber nicht auf Versäumnisse der Verwaltung zurückzuführen. Lange Zeit standen überhaupt keine Fördermittel zur Verfügung. Erst sehr spät bekam das Rathaus in Lutter dann grünes Licht, das doch Geld zur Verfügung steht. Das es sich bei den Fördermitteln um EU-Gelder sind die Richtlinien besonders streng. Kühlewindt und seine Mitarbeiter wollen aber nicht die Flinte ins Korn werfen, sondern an der Umsetzung der Pläne festhalten.