Küchenbrand fordert Lutteraner Wehr

Ein Küchenbrand in einem Wohn- und Geschäftshaus ruft die Wehren aus Lutter und Hahausen auf den Plan. (Foto: Feuerwehr Lutter/Gottschlich)

Einsatzkräfte haben Feuer in der Nacht schnell unter Kontrolle / Keine Bewohner verletzt / Hund stirbt

Ein Brandeinsatz in einem Wohn- und Geschäftshaus im Bohlweg in Lutter forderte in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag das engagierte Eingreifen der Brandschützer aus Lutter mit Unterstützung einiger Einsatzkräfte aus Hahausen.

Die Bewohner des Hauses, insgesamt drei Parteien zu je zwei Personen, sind durch das Feuer glücklicherweise nicht zu schaden gekommen, leider konnte jedoch ein Hund nicht mehr rechtzeitig gerettet werden.
Der Alarm erreichte die Feuerwehr gegen 2.13 Uhr in der Nacht. Nur wenige Minuten später fuhr die Feuerwehr Lutter nach Angaben von Gemeindebrandmeister Hans-Hermann Beltau am Einsatzort vor, und begann unter Leitung von Ortsbrandmeister Carsten Sommer sofort mit der Evakuierung der Bewohner und der Bekämpfung des Feuers. Der 34-jährige Wohnungseigentümer, in dessen Küche der Brand ausgebrochen war, hatte die Wohnung beim Eintreffen der Feuerwehr bereits mit seinem dreijährigen Kind verlassen. Die Bewohner der Nachbarwohnungen flüchteten nach Benachrichtigung des 34-Jährigen über eine Treppe, die in den Garten führt, und durch das verrauchte Treppenhaus ins Freie.
Die Löscharbeiten gingen zügig voran, so dass der Brand bereits gegen 3 Uhr gelöscht war. Die nachalarmierten Kräfte der Feuerwehr Hahausen rückten mit ihrer Wärmebildkamera an, um in dem Fachwerkhaus nach Glutnestern zu suchen. Es war übrigens der erste Einsatz der Kamera, und Gemeindebrandmeister Beltau erklärte in diesem Zusammenhang gegenüber dem „Beobachter“, dass sich schon jetzt gezeigt habe, wie sinnvoll diese Anschaffung gewesen ist.
Über die Höhe des Schadens vermochte Beltau gestern noch nichts sagen. „Das ist eine Sache, die überlasse ich lieber den Experten der Polizei.“
Fakt ist jedoch, dass die Küche einen Totalschaden erlitten hat und es auch zu einem Deckendurchbruch gekommen ist. „Wir haben zwar versucht so wenig Löschwasser wie möglich zu verwenden, doch leider ist in der Filiale der Versicherung eine Deckenplatte heruntergefallen“, so Beltau.
Der Gemeindebrandmeister erläuterte weiter, dass die Feuerwehren aus Hahausen und Lutter mit insgesamt 35 Einsatzkräften vor Ort waren. Allein die Feuerwehr Lutter stellte rund 15 Atemschutzgeräteträger, ein Umstand der natürlich auch der Einsatzzeit geschuldet war. „Tagsüber könnten wir mit Sicherheit nicht auf so viele Atemschutzgeräteträger zurückgreifen, die alleine aus Lutter stammen“, sagte Beltau.
Neben den Kräften der Feuerwehr waren auch die DRK-Ortsvereine aus Hahausen und Lutter mit etwa acht Mann vor Ort. Hinuz kamen Rettungsdienst und Polizei.
Die Nachbarwohnungen sind laut Aussage Beltaus weiterhin bewohnbar. Dort riecht es lediglich nach Rauch. Der Wohnungseigentümer in dessen Küche es gebrannt hatte, ist zusammen mit seinem Kind bei Verwandten untergekommen.
Die Lutteraner Brandschützer hielten noch bis etwas 6.30 Uhr eine Brandwache.