Landkreis wartet auf Gewässergutachten

In den Behältern wurde stickstoffhaltiger Flüssigdünger transportiert. (Foto: Süpke)

Ende Juni flossen nach einem Unfall in Lutters Ortsmitte 4.000 Liter Flüssigkeit in die Neile / Fische starben

Schnell setzte das Fischsterben in der Neile ein.

 Eine Folge des Verkehrsunfalls, der am 23. Juni in der Lutteraner Ortsmitte passierte. Nach eigener Aussage wollte der 39-jährige Fahrer des Treckeranhängers von der B 248 in die Bahnhofstraße abbiegen. Hier musste er scharf bremsen, da ein Fußgänger die Straße querte. Das hatte fatale Folgen: Mehrere Behälter mit sogenannter Ammoniumnitrat-Harnstofflösung zerbrachen und gut 4.000 Liter Flüssigkeit ergossen sich anschließend in einen Regenwasserkanal zur Neile. Zahlreiche Maßnahmen wurden in die Wege geleitet. Auch ein Gutachter wurde von der zuständigen Behörde beauftragt.
Bei der Ammoniumnitrat-Harnstofflösung handelt es sich um einen druckfreien, stickstoffhaltigen Flüssigdünger. Verwendet wird er beispielsweise im Getreide- oder Rapsanbau. Als erste Sofortmaßnahme wurde der Neile Frischwasser zugeführt, um die Schadstoffkonzentration im Gewässer zu verdünnen. Die Unterlieger wurden benachrichtigt, sagt Landkreissprecher Maximilian Strache auf Anfrage des „Beobachter“. Vor Ort agierte die untere Wasserbehörde des Landkreises Goslar gemeinsam mit der Feuerwehr Lutter und dem Wasserverband Peine. Letzterer versorgt unter anderem die Samtgemeinde Lutter mit Wasser.
Weitere Sofortmaßnahmen waren damals nicht möglich. Jedoch wurde ein Sachverständiger für Gewässerschäden zur Begutachtung der Neile hinzugezogen. Er soll unter anderem klären, welche Auswirkungen der Vorfall auf das Ökosystem hat. Sein Gutachten liegt der Kreisverwaltung noch nicht vor.

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