Lauenstein versus Mahns

Der Bewerber der Sozialdemokraten, Bodo Mahns.

Bürgermeisterwahl in der Samtgemeinde Lutter am 27. September

Es hatte sich schon seit Wochen abgezeichnet, dass neben den Kandidaten der SPD (Bodo Mahns) und der CDU (Vanessa Lauenstein) kein weiterer Bewerber bei der Wahl um den Posten des neuen Verwaltungschefs für die Samtgemeinde Lutter mitmischen wird. Zwar bestand für mögliche Kandidaten theoretisch noch bis vergangenen Montagabend die Möglichkeit ihren Hut in den Ring zu werfen, doch es passierte nichts.

Somit werden sich der in der Samtgemeinde bestens bekannte Bodo Mahns und die bisher eher unauffällige Vanessa Lauenstein einen Zweikampf um den Chefsessel im Rathaus liefern. Man muss kein Hellseher sein, um schon jetzt zu erkennen, dass die Chancen für Vanessa Lauenstein in der ohnehin sozialdemokratisch geprägten Samtgemeinde eher schlechter stehen.
Dennoch, so mancher Kandidat, der zuvor als Außenseiter gehandelt wurde, hat bei der Wahl schließlich doch überzeugen können. Und warum sollte das nicht auch der 34-jährigen Kauffrau für Immobilien- und Grundstückswirtschaft gelingen?
Sie wird es aber schwer haben, das steht fest. Denn den Bekanntheitsgrad von Bodo Mahns, der nicht nur seit Jahren Bürgermeister der Gemeinde Wallmoden, sondern auch Stellvertreter des amtierenden Samtgemeindechefs Peter Kühlewindt ist, in den nächsten vier Wochen zu erreichen ist zwar nicht ausgeschlossen aber unwahrscheinlich, denn Politik ist nicht unbedingt ein Thema, das wirklich jeden vom Hocker reißt.
Das weiß auch der kommunalpolitisch erfahrene Mahns, der auf die Frage, ob die SPD verstärkt auf öffentliche Veranstaltungen setzen werden, sagte: „Wir werden mit Sicherheit etwas machen, doch wie viel das sein wird, werden wir erst besprechen. Zudem bin ich in der Samtgemeinde ja auch kein Unbekannter.“
Bei der CDU sieht das etwas anders aus. So erklärte Bernd-Dieter Günther, Vorsitzender des CDU-Samtgemeindeverbandes, dass es vor der Wahl auf jeden Fall mindestens eine öffentliche Veranstaltung geben wird, bei der sich Vanessa Lauenstein den Fragen der Bevölkerung stellen wird. In Planung ist beispielsweise eine öffentliche Veranstaltung in Hahausen am Montag, 14. September. Konkrete Details dazu konnte Günther jedoch noch nicht nennen.
Zu den öffentlichen Auftritten der beiden Kandidaten gehört auch noch eine Podiumsdiskussion, die in den Tagen vor dem Urnengang von der Goslarschen Zeitung veranstaltet wird.
Der „Beobachter“ wird im Vorfeld der Wahl am Sonntag, 27. September, beide Kandidaten zum getrennten Interview bitten. Die Artikel sollen dann in den letzten beiden Wochen vor dem Wahltag erscheinen.