Lutter feiert sein prächtiges Heimatmuseum

Großer Andrang herrschte beim Geburtstagsfest des Lutteraner Heimatmuseums. (Foto: Süpke)
 
Heinz Lönnecker schnitzt Edelweißblüten. (Foto: Süpke)

Museale Einrichtung besteht seit 25 Jahren / Zahlreiche Besucher und ein tolles Rahmenprogramm

Prächtiges Wetter, ein tolles Rahmenprogramm und eine große Anzahl von Besuchern und Gratulanten. Dies sind die knappen Eckdaten des gelungenen Geburtstagsfestes des Lutteraner Heimatmuseums, das am Sonnabend rund um die museale Einrichtung gefeiert wurde.

Am Vormittag war es zunächst rund 60 geladenen Gästen vorbehalten das 25-jährige Bestehen des Museums zu feiern, bevor am Nachmittag weitere Besucher auf das Gelände strömen konnten.
Horst Züchner, 1. Vorsitzender, des veranstaltenden Museums- und Kulturvereins, oblag es am Vormittag die Geschichte des Museums zu skizzieren. In seinen Ausführungen machte der Museumschef deutlich, dass der Grundstein für das heutige Museum eigentlich schon vor 50 Jahren gelegt wurde. Seinerzeit war es Hans Ohlendorf, der in der alten Schule verschiedene historische Exponate sammelte, um sie für den Unterricht zu verwenden. Zunächst verblieben die zahlreichen historischen Ausstellungsstücke auch weiterhin in der Lehranstalt, bevor sie vor 25 Jahren im Jahr 1989 in das alte Textilhaus verfrachtet wurden, wo schließlich das Museum eingerichtet wurde. Die Gründung des Vereins, der sich um die Pflege des Museums kümmert, folgte kurz darauf.
In den Jahren seit der Gründung entwickelte sich das Museum im Herzen des Fleckens zu einer wahren historischen Schatzgrube, die weit über die Grenzen Lutters Beliebtheit erlangt hat. Nicht zuletzt haben die zahlreichen Sonderausstellungen zu diesem Ruf beigetragen.
Lutters Bürgermeisterin Karin Rösler-Brandt blickte in ihrer Festrede ebenfalls auf die Geschichte des Museums zurück und würdigte dabei vor allem das Wirken von Horst Züchner, der bereits seit 15 Jahren die Geschicke des Vereins lenkt. Unter seiner Führung entwickelte sich das Museum zu seiner heutigen Größe. Die Ausstellungsstücke wurden in Themenwelten unterteilt, und es wurde eine Internetpräsenz zum Leben erweckt, um das Museum auch über die modernen Medien zu vermarkten. Seit einigen Jahren bringt der Museumsverein zudem einen Kalender mit historischen Ansichten heraus. Der Kalender für das Jahr 2015 konnte im Rahmen der Feierlichkeiten am Sonnabend bereits erstanden werden.
Samtgemeindebürgermeister Peter Kühlewindt gratulierte dem Verein zum Jubiläum und sagte, dass es der Beharrlichkeit und Weitsicht von Kurt Klay zu verdanken sei, dass Lutter heute über ein solches Museum verfügt. Auch Wallmodens Bürgermeister Bodo Mahns, der am Sonnabend zum ersten Mal in Lutters Heimatmuseum weilte, war sichtlich beeindruckt und bezeichnete die Einrichtung als Paradebeispiel ehrenamtlichen Engagements.
Am Nachmittag stand dann vor allem geselliges Beisammensein gepaart mit Unterhaltung im Vordergrund. Im Museum konnten sich die Besucher an zwei Sonderausstellungen erfreuen. Zu einem stellte der Briefmarkensammlerverein alte Briefmarken und Dokumente aus. Zum anderen unterhielt Holzschnitzkünstler Heinz Lönnecker die Besucher. So zauberte Lönnecker vor den Augen der Gäste Edelweißblüten aus Holz. Zusätzlich präsentierte er eine Auswahl seiner beeindruckenden Schnitzereien.
Hinter dem Museum bot ein Zelt ausreichend Platz für die Festbesucher, um bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen zu entspannen. Musikalisch begleitet wurde das Museumsfest übrigens vom MGV Germania Lutter, dem Hörnerzug sowie dem Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Goslar.