Lutter ist im Dorferneuerungsprogramm

Zugriff auf weitere Fördermittel erhöht Chancen, wichtige Projekte anzuschieben

Die Samtgemeinde Lutter am Barenberge wurde in das Dorferneuerungsprogramm des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz aufgenommen. Somit steht der Gemeinde neben den Fördermitteln aus dem Programm „Kleinere Städten und Gemeinden“ und der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) ein dritter Fördertopf zur Verfügung, um in der Orts- und Innenentwicklung zeitgemäße Impulse setzen zu können.

Samtgemeindebürgermeister Peter Kühlewindt erfuhr von der Aufnahme in der vergangenen Woche vom „Beobachter“ und zeigte sich über diese Nachricht sehr erfreut. „Es ist natürlich gut für uns, da wir nun die Möglichkeit haben, noch weitere Fördermittel beantragen zu können.
Das Dorferneuerungsprogramm des Landwirtschaftsministeriums soll der Erhaltung und Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum dienen. Gefördert werden die Dorferneuerungsplanung und die gestalterische, städtebauliche und landschaftspflegerische Betreuung, heißt es auf der Internetseite des Niedersächsischen Ministeriums zum Thema Dorferneuerung.
Hintergrund für die Auflegung dieses Programms ist wie in vielen anderen Fällen auch, der um sich greifende demografische Wandel, der sich insbesondere auf ländliche Regionen mit ihren Siedlungsstrukturen auswirkt.
Laut einer Pressemitteilung der Grünen-Landtagsabgeordneten Julia Willie Hamburg stehen in der laufenden Förderperiode bis zum Jahr 2020 landesweit rund 116 Millionen Euro zur Verfügung. Die Finanzierung wird überwiegend aus EU-Mitteln der sogenannten zweiten Säule der Agrarpolitik zur Förderung des ländlichen Raumes getragen. Hinzu kommen im laufenden Jahr noch zwei Millionen Euro Landesmittel zur Förderung der Vorhaben von Privatleuten, die aus den EU-Mitteln nicht finanziert werden können. „Dafür“, so Julia Willie Hamburg, „hat sich die rot-grüne Regierungskoalition stark gemacht.“
Neben der Samtgemeinde Lutter kommt in der näheren Umgebung auch die neue Dorfregion Bergdörfer Südharz (mit Ortsteilen der Städte Braunlage und Bad Herzberg) in den Genuss des Dorferneuerungsprogramms.
Die Höhe der jeweiligen Förderung richtet sich nach dem Empfänger. Bei öffentlich-rechtlichen Zuwendungsempfängern sind es bis zu 40 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Bei sonstigen Zuwendungsempfängern sind es bis zu 25 Prozent. Bei Privatleuten wird eine Höchstfördersumme von 25.000 Euro gewährt.
Die Fördersätze für private Antragssteller um 5 Prozent und für öffentliche Antragssteller um 10 Prozent erhöhen, wenn mit dem Vorhaben Ziele eines integrierten ländlichen Entwicklungskonzeptes umgesetzt werden.
Für die Samtgemeinde Lutter erhöhen sich durch die Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm die Chancen, für verschiedene Projekte Fördermittel zu bekommen. Dies hängt damit zusammen, da die verschiedenen Fördertöpfe begrenzt sind, die Samtgemeinde aber nun Zugriff auf drei Fördermöglichkeiten hat.