Lutteraner Kegelverein „Harzer Roller" besteht 60 Jahre

Die „Harzer Roller" treffen sich jeden Dienstag im „Blickpunkt" zum Kegeln. Fotos: Süpke (Foto: Süpke)

Jubiläumsfeier im „Blickpunkt" / Dienstags rollen die Kugeln

Lutter (G. J.). Auf sein 60-jähriges Bestehen konnte jetzt der Männer-Kegelverein „Harzer Roller“, der 1951 im „Barenberger Hof“ aus der Taufe gehoben wurde, zurückblicken. Von den Gründungsmitgliedern lebt nur noch Gerd Emrich.
Die Jubiläumsfeier, zu der auch die „besseren Hälften“ der Kegler „zugelassen“ waren, fand jetzt in der Gaststätte „Im Blickpunkt“ statt. Hier ließ man die verflossenen sechs Jahrzehnte Revue passieren und erquickte sich an den Gaumenfreuden, die die Küche des Hauses kredenzte. Der Verein, der aus 14 Mitgliedern besteht, trifft sich dienstags von 20 bis 22 Uhr im „Blickpunkt“ zum Kegeln.
Das Kegelspiel ist laut Wikipedia eine der ältesten Sportarten. Vorläufer habe es bereits im antiken Ägypten gegeben. Bei archäologischen Ausgrabungen seien Teile eines Kinderkegelspiels aus dem Jahre 3500 vor unserer Zeitrechnung und Wandreliefs in Grabstätten gefunden worden, die Spielszenen darstellten. Als Urform des heutigen Kegelns würden die Zielwurfspiele germanischer Stämme in Mitteleuropa vermutet, bei denen mit Steinen auf Knochen geworfen worden sei. Aufgrund der bisher nicht nachgewiesenen Kontinuität könnten diese aber noch nicht als unmittelbare Vorläufer angesehen werden.
Das Kegeln habe sich in Europa über viele Jahrhunderte aus volkstümlichen Spielen im Freien entwickelt. Heute sei es in zahlreichen Ländern der Welt verbreitet und finde in seiner modernen Form in speziell ausgestatteten Innenräumen und Hallen statt. Kegeln werde wie Bowling als Leistungs- und Breitensport betrieben, sei aber als Freizeitspiel noch weitaus populärer.